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Was bedeutet Jüngerschaftsschulung für mich, für uns?

Wir brauchen "Orte und Vorgänge, in denen Nachfolge Jesu gelernt werden kann", betont Kardinal Schönborn. Wo haben wir diese bereits? Was bedeutet Jüngerschaftsschulung für mich? Welche neuen Formen der Schulung wurden schon erprobt? Wie können wir im Glauben auskunftsfähig werden? Welche Erfahrungen habe ich selbst schon sammeln können?

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Der Countdown läuft! Am 27.9. beginnt "Wo 2 ODER 3..." - die Jüngerschaftsschulung auf der Basis der Spiritualität der Gemeinschaft. Infos dazu auf www.apg2010.at und Inhalte in Kürze auf http://www.wozweioderdrei.at/ Wir freuen uns, wenn DU teilnimmst... oder wenn du deine Freunde und (pfarrlichen) Mitarbeiter dazu einlädst... oder wenn du mit und für uns betest... oder wenn wir ins Gespräch und in den Austausch darüber kommen, was Jüngerschaft konkret in der Erzdiözese Wien und in den derzeitigen Herausforderungen bedeutet!!!
Harald Mally
21.09.2012 10:44
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Seit 1960 gibt es in Österreich eine "Jüngerschaftsschulung", die bis jetzt über 150.000 Männer, Frauen und Jugendliche in Anspruch genommen haben: den Cursillo. "Woran glaubt, wer glaubt?" ist die zentrale Frage. Dieser 3-tägige Kurs vermittelt das Wesentliche des christlichen Glaubens. Er versucht, auch jenen Antwort zu geben, die der Kirche gegenüber kritisch, distanziert oder verunsichert sind. Cursillo ist Begegnung mit sich selbst: ein "Ja"-Sagen zum Leben mit allen seinen Licht- und Schattenseiten. Cursillo ist Begegnung mit Jesus Christus, dem Bruder und Freund mit seiner heilenden Kraft. Cursillo ist Begegnung mit den Menschen in Offenheit, Weite und Lebensfreude. Eingeladen sind alle, unabhängig von Alter, Beruf oder Religion. Cursillo ist "den Glauben vom Kopf ins Herz rutschen lassen" (so sagt man in Japan). Pater Josef Garcia-Cascales, der kürzlich verstorben ist, hat den Cursillo 1960 in Österreich eingeführt. Das Team der Cursillo-Mitarbeiter führt den Cursillo voll Motivation, Demut und Freude weiter, denn wir wissen: wir sind nicht allein - der Hl. Geist ist mit uns. Cursillo als "Jüngerschaftsschulung": ja, natürlich! Die nächsten Termine in der Erzdiözese Wien sind vom 11.-14.10.2012 in Kirchberg am Wechsel und vom 15.-18.11.2012 in Großrußbach. Mehr unter www.cursillo.at. Hannelore Eisler
Hannelore Eisler
20.09.2012 09:09
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"Die Eigenart der jüdisch-christlichen Religion scheint unter anderem und vor allem auch darin zu bestehen, dass sie in der Begegnung integriert und dadurch sich und die Inhalte, denen sie begegnet, verwandelt. .... Diese Integration scheint paradoxerweise aber nur dann zu funktionieren, solange eine Art Unterlegenheit oder Minderheitensituation seitens des Religiösen gegeben ist. Eine Idee entwickelt ihre Eigenständigkeit, ihre Klarheit und Kraft nicht in der Überlegenheit, sondern in der Unterlegenheit. .... Die Chance, dass der lebensstiftende und verwandelnde Integrationsprozess wieder beginnen und etwas völlig Neues ermöglichen wird, wenn denn nun die Voraussetzungen dafür geschaffen werden......" Zitat Ende; gelesen in: G. Reider, Spiritualität des Herzens, Ut: Für ein erneuertes Christentum/ Einübungen. Überlegungen, denen nachzuspüren sich für mich lohnt. Sie wecken die Gewissheit in mir, dass alles, was geschieht und geschah, letztlich "geistvoll", von oben gesteuert ist, um Kirche wieder "auf Kurs" zu führen. Jüngerschaftsschulung von ganz OBEN sozusagen.... Mit herzlichem Gruß G.R.
Gertrud Rabel
09.06.2012 16:51
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Bei meinem Beitrag sind die ? als " zu verstehen. Habe meinen Beitrag vorher im Word geschrieben und dann kopiert. Es ergab sich dadurch eine Veränderung.
Brigitte Katzenbeihser
13.05.2012 21:54
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Ich tu mir mit dem Begriff ?Jüngerschaftsschulung? auch schwer. Jesus sandte seine Jünger, nachdem er ihnen alles gelehrt hatte und sie daraus Erfahrungen gesammelt hatten. Sie waren Zeugen und im Zeugnis wohnt Gottes Geist. Ich denke, dass es ?christliche Lebensschule? oder ?Glaubensschule? heißen sollte, das wäre meiner Meinung nach eine richtigere Formulierung. Die Lebensschule sollte vom Gebot Jesu (Joh 13,34). aus beginnen und hinzielen auf das tägliche Miteinander im Alltag. Ich versuche bei unserer Lebensschule (in Form von praxisbezogenen Katechesen) von folgender Motivation auszugehen: den Frieden nicht zu verletzen, damit das eigene Seelenheil und das der Nächsten nicht gefährdet ist, unter Aufzeigen von Sinn, Wirkung und Folgewirkung als Entscheidungsgrundlage. Erneuerung schlechter Gewohnheiten zu friedenserhaltenden Seinsweisen erfolgt dann vom Herzen, von der Nächstenliebe, von der Motivation aus. Das ist eine höhere, weitere Verständnisebene. Man könnte noch viel schreiben. In meinen Broschüren ?Kritik ? Chance oder Zumutung?? und ?Das Glück ist kein Vogerl? usw. steht noch mehr. http://www.nachfolgejesu.at/verlag.htm
Brigitte Katzenbeihser
13.05.2012 14:09
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Lang schon denk ich nach, warum ich mit dem Begriff "Jüngerschaftsschulung" nicht warm werden kann. Nach einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin - sozusagen an der Basis, dort, wo die kleinen Dinge des kirchlichen Lebens geschehen - ist mir etwas ganz klar geworden: Wenn Schulung bedeutet, "kopflastiges, wortgewandtes Reden", dann fehlt einfach Entscheidendes. Der Umgang miteinander, die rechte Weise der Wertschätzung, das Loslassen und Delegieren auf JEDER Ebene, das Sich- Miteinander-Freuen-Können .... wie vermisse ich das so oft in der Seelsorge, im pfarrlichen Leben überhaupt. Um Rahners Wort vom " Christen als Mystiker" zu bemühen - Jüngerschaftsschulung müsste bedeuten, Sensibilität für die Erfahrung Gottes zu wecken, - mit den einfachen Worten der Fischer, die nicht den Intellekt sondern das Innere des Menschen erreichen, die Seele, das Herz, dort, wo Gott in uns daheim ist SEIN Geheimnis erspüren, sich SEINE Liebe schenken lassen.....
Gertrud Rabel
08.05.2012 20:29
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Die spirituellen Orte sind in Form der neuen Bewegungen oder der alten Klöster doch bereits vorhanden. Meine Frau wurde als Jugendliche bei der Straßenmission der Kalasantiner (Schwestern von drr Jüngersduche) auf der Mariahilferstraße angesprochen und für Christus und Kirche geworben.Später haben wir uns auch bei anderen Gemeinschaften wie der Gemeinschaft der Seligpreisungen etc. geistlich weiterführen lassen.Schließlich entschloß ich mich zum Diakonat. Leider ist so ein Katechetisches Niveau in den Pfarren selten zu finden. Da müßte in den Pfarren viel mehr Augenmerk drauf gelegt werden. Oft bleibt nur die persönliche Weiterbildung mit der Hl. Schrift und praktiziertes Gebetsleben übrig , aber auch dazu bedarf es geistlicher Ermutigung von seiten der Pfarre.
Gerhard Berger
02.05.2012 15:50
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Die Jüngerschulung halte ich für sehr wichtig. Besonders da heute der Glaube in den Familien nicht mehr weitergegeben wird. Bei uns in der Jüngergemeinschaft gibt es diese Schulungen schon lange. Diese Gemeinschaft ist aus der KGI (Katholischen Glaubensinformation Wien) entstanden. Nähere Informationen unter www.juengergemeinschaft.at
Edith Stieber
02.05.2012 09:15
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Auch die Gruppen der Legion Mariens sind Orte, an denen Nachfolge gelernt und vertieft werden können. Als Grundlage für das vielfältige Apostolat dienen die wöchentliche Treffen mit ihren geistlichen Impulsen, aber auch Exerzitien, Einkehrtage, Katechesen, Sommer- und Winterschule, Glaubensgesprächsrunden - genannt Patrizierrunden - und auch Bibelgespräche. Nähere Infos auf www.legion-mariens.at oder concilium@legion-of-mary.ie
Manfred Eliskases
09.05.2012 21:19
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Das Anliegen der "Jüngerschaftsschulung" halte ich für zentral, der Begriff kommt mir allerdings etwas holprig vor. (Wenn man ihn gendert, dann wird er noch holpriger.) Von der Sache her gesehen ist das aber wirklich nachrangig. Bei uns im Dorf hat es früher die Christenlehre gegeben, es gab und gibt Glaubenskurse, sogar eine theologische Volkshochschule, eine Schule der Nachfolge, Bibel- und Sonntagsschulen, eine Liturgische Bewegung, eine Akademie des Apostolats der Katholischen Aktion, den YouCat, den Erwachsenenkatechsimus, die "Nachfolge Christi" des Thomas vom Kempen, Volksmissionen etc. Immer ging und geht es darum, die Christinnen und Christen zu befähigen, Zeugnis von ihrem Glauben und Rechenschaft von ihrer Hoffnung zu geben. Ich selbst habe in den 80er Jahren zusammen mit dem heutigen Prior von Mariazell P. Karl Schauer in der Steiermark insgesamt vier zwölfteilige Kurse "Was glauben Sie eigentlich?" gehalten. Wir haben drei Einheiten gebraucht, um mit den 12 bis 15 Teilnehmer/innen zu erarbeiten, was ihre ureigenen Fragen an den Glauben sind. Als Theologen haben wir dann Antworten geben können, die den Leuten (und uns selbst!) wirklich geholfen haben. In der Folge ist es zu spannenden Glaubensgesprächen gekommen. Heute noch werde ich darauf angesprochen. Warum sollte man so etwas nicht auch in Wien machen? In Polen gibt es die Oasen-Bewegung. Das ist keine eigenständige Bewegung, sondern eine methodisch und organisatorisch sehr ausgereifte Glaubensbildungsinitiative im Dienste der Pfarren und verschiedenster Gemeinschaften. Die Teilnehmer/innen bilden also keine eigene Gemeinschaft, sondern wirken mit dem Oasen-Rüstzeug (Herzens- und Verstandesbildung) dort, wo sie herkommen bzw. im Alltag leben. In der Oase schöpft man Wasser und Mut aus den Heilsquellen und ist dann gut gerüstet für die weitere Reise, die größtenteils durch die Wüste (eines glaubensfeindlichen Staatssozialismus, aber auch einer agnostischen Konsumgesellschaft) führt. Vielleicht können wir dort eine Anleihe machen? Wie auch immer: Wir brauchen so etwas wie Jüngeschaftsschulung - nicht als neue Institution, sondern als "curriculum" für Glaubensbildung. Und dieser Prozess soll nicht nur in die Tiefe gehen, sondern auch in die Breite. Das heißt: Wo es etwas gibt, das dieses Grundanliegen der Jüngeschaftsschulung fördert, sollten wir es intensivieren und fortsetzen. Wo es noch nichts gibt, müssen wir etwas passendes finden und entwickeln. Je bunter, umso besser.
Rembert J. Schleicher
01.05.2012 20:59
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Wir haben in unserer Gemeinschaft seit 17 Jahren 5x im Jahr für je 5 Gruppen (Jugendliche, Senioren, Familien, Singele und Kinderlose, Priester) praxisbezogene Katechesen, in denen christliche Grundexistenz für das tägliche Leben bewusst gemacht wird. Bei Interesse: Gemeinschaft der Nachfolge Jesu A-2163 Ottenthal 119 gemeinschaft@nachfolgejesu.at www.nchfolgejesu.at
Brigitte Katzenbeihser
04.04.2012 21:26
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Liebe Brigitte, die Hompage ist nicht ganz richtig --> www.nachfolgejesu.at
Emmanuel Fleckenstein
18.04.2012 10:11
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Danke! Natürlich www.nachfolgejesu.at!
Brigitte Katzenbeihser
18.04.2012 18:36
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Am Palmsonntag hat mir die Lesung aus dem Buch Jesaja sofort die Jüngerschaftsschulung vor Augen geführt: "Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger." (Jes 50,4) Das sind für mich die zwei großen Herausforderung der Jüngerschaft: sein Ohr auf Christi Wort (und nicht auf den Eigensinn) auszurichten und es auferbauend (nicht kritisierend) zur Sprache zu bringen. Das kann ich nicht von mir aus, daher brauche ich die Schulung durch den Meister.
Benedikt J. Michal
02.04.2012 21:22
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Die "Basisinfo Christentum" wurde bei uns in Stockerau sehr gelobt. Aber wer hat schon hintereinader an mehreren Donnerstagen Zeit? Und das Ganze hat auch nur einmal stattgefunden. Gibt es eigentlich für alle, die da etwas vertiefen wollen oder einfach beginnen wollen, sich näher mit unserem Glauben zu beschäftigen e-Learning Kurse? z.B. sowas wie die Khan Academy (www.khanacademy.org) als zusätzliche Möglichkeit, sich gezielt zu beschäftigen. Übrigens Danke für die Möglichkeit, etwas zu sagen und nicht nur zu hören. Es war höchste Zeit und sollte auch in den durchaus gut gemachten online Auftritt unserer Erzdiözese Einzug halten.
Wolfgang Flandorfer
30.03.2012 12:02
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e-Learning Kurse würde ich bestimmt in Anspruch nehmen, ich arbeite ständig autodidaktisch an meiner Fortbildung als Christ. Ernst Aglas
Ernst Aglas
05.05.2012 19:11
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e-Learning Kurse, das wäre ideal für mich, ich arbeite viel autodidaktisch an meiner Fortbildung als Christ. Ernst Aglas
Ernst Aglas
05.05.2012 19:11
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e-Learning Kurse, das wäre was für mich, ich arbeite viel autodidaktisch an meiner Fortbildung als Christ. Ernst Aglas
Ernst Aglas
05.05.2012 19:06
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