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Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
Liebe Brüder und Schwestern!
"Euch aber habe ich Freunde genannt": Wenn es eine Erfahrung gibt, die
ich als die "Grundmelodie" in meinem Leben betrachten darf, so ist es diese
Freundschaft mit Gott. Sie ist der rote Faden durch alle Phasen meines
Lebens. Jesus lädt uns ein zur Freundschaft. Er macht uns zu seinen
Freunden. Und wir dürfen in diese Freundschaft hineinwachsen. Darüber kann
ich nicht schweigen. "Mission" ist für mich kein abstraktes Wort. Mission
ist für mich die Einladung, das Glück dieser Freundschaft bekannt zu machen:
"Kommt und seht" (vgl. Johannes 1,39).
Um diese Freundschaft geht es auch beim großen Missionsprojekt
"Apostelgeschichte 2010", das in den kommenden Monaten das Leben unserer
Diözese prägen soll. Freundschaft mit Jesus, das heißt zum einen: Zeit haben
für die Begegnung, das hinhörende Stillsein in Seiner Gegenwart, vor allem
in Seiner Gegenwart im Tabernakel. Freundschaft mit Jesus, das heißt zum
anderen: wache Aufmerksamkeit für die, mit denen Er sich besonders
identifiziert, mit den Armen, den Kranken, den Fremden, den Gefangenen, den
Ausgestoßenen, den Sündern. Freundschaft mit Jesus, das heißt schließlich:
Mit Seinen Augen sehen lernen, mit Seinen Gedanken vertraut werden, Seinen
Willen suchen und zu tun versuchen.
Dieser Gedanke an die Freundschaft mit Jesus soll auch die 1.
Diözesanversammlung im Rahmen der "Apostelgeschichte 2010" von 22. bis 24.
Oktober prägen. Das Ziel ist letztlich, dass die vielen suchenden Menschen
von heute Kirche als Heimat erleben können, dass sie die Barmherzigkeit Jesu
erfahren.
Die Diözesanversammlung, zu der 1.300 Delegierte aus den Pfarrgemeinden,
den Ordensgemeinschaften, den katholischen Organisationen, den kirchlichen
Dienststellen kommen, ist gleichsam ein Haltepunkt auf dem Weg des Volkes
Gottes in unserer Diözese im Rückblick und in der Vorschau: Welche positiven
Erlebnisse haben wir der Barmherzigkeit Gottes zu verdanken, welche
negativen Erfahrungen haben uns verstummen gemacht, in welche Richtung
wollen wir im Vertrauen auf Gott voranschreiten?
Auf zwei Hilfsmittel für diesen Weg des Volkes Gottes möchte ich Sie
aufmerksam machen: 1. In diesen Tagen wird "Der Sonntag für Alle" - ein
Sondermagazin der Wiener Katholikenzeitung "Der Sonntag" - an die Haushalte
in Wien und im östlichen Niederösterreich versendet. "Der Sonntag für Alle"
- Druckauflage 1,5 Millionen - ist eine "Visitenkarte der katholischen
Kirche" an alle Menschen, die im Bereich der Erzdiözese Wien wohnen. Diese
"Visitenkarte" soll den Menschen Auskunft geben darüber, was die katholische
Kirche tut und wofür sie steht. 2. Im Stephansdom gebe ich ab dem 11.
Oktober wieder allmonatliche Katechesen: Viele Suchende, viele Bekenner
anderer Religionen fragen, was Christen glauben. Können wir Antwort geben?
Die neun Katechesen im Stephansdom sollen zeigen, wie man mit Hilfe des
"Katechismus der Katholischen Kirche" auskunftsfähig wird zu den großen
Glaubensthemen unserer Zeit. In der ersten Katechese geht es um die Frage:
"Was heißt eigentlich glauben?" Herzliche Einladung! Sonntag, 11. Oktober,
20 bis 21 Uhr.
Mit herzlichen Segenswünschen grüßt Sie alle
Ihr
Kardinal Christoph Schönborn
(red)
07.10.2009
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