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Dass Bewegung gesund ist, weiß jedes Kind. Kaum jemand ahnt jedoch, wie
viele Krankheiten und Beschwerden sich mittels Bewegung therapieren oder
vermeiden lassen und wie einfach das im Grunde geht. Wussten Sie etwa, dass
sich mit Bewegung auch das Krebsrisiko (z. B. Brust- oder Darmkrebs)
signifikant vermindern lässt? Dass Krafttraining auch mit 80 noch Sinn
macht? Oder dass Bewegung auch Ihr Merkvermögen verbessert?
Gehen Sie
gerne Wandern, Walken, Laufen oder Langlaufen? Wunderbar! Mit derartigen
Ausdauersportarten wirken Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen, die mit etwa 50 Prozent
die Todesursache Nr. 1 in modernen Industriegesellschaften darstellen.
Bewegen Sie sich im Freien, so fördert das Sonnenlicht zudem durch
Umwandlung des Provitamins D den Knochenaufbau und führt durch Erhöhung des
Transmitters "Dopamin" im Gehirn zu deutlich spürbarer
Stimmungsverbesserung.
"Gesündeste" SportartenGenerell gilt: Je mehr Muskeln in Bewegung sind, desto
wirksamer. Nordic-Walken, Schwimmen,
Aquagymnastik oder Langlauf sind darüber hinaus noch gelenkschonend und
zählen somit zu den "gesündesten" Sportarten überhaupt. Ausdauersport
vermindert Blutfette, Blutdruck und Übergewicht und senkt das
Arteriosklerose-Risiko sowie das Risiko von Diabetes II, denn dieser so
genannte "Altersdiabetes" beruht auf Bewegungsmangel und Übergewicht. Aber
auch Aufmerksamkeit und Kurzzeitgedächtnisleistungen werden durch länger
andauernde Bewegung verbessert, da die Durchblutung des Gehirns um bis zu 25
Prozent steigt. Und schließlich hat Bewegung auch eine starke Wirkung auf
die Psyche. Stresshormone können abgebaut,
Glückshormone ausgeschüttet werden, die sowohl
unmittelbar als auch längerfristig die Laune heben.
Osteoporose durch Sport entgegenwirkenSie
trainieren lieber an Geräten oder gehen zur Skigymnastik? Gratuliere!
Krafttraining dieser Art wirkt nicht nur Haltungsschäden entgegen, sondern
verringert auch das Risiko von Verletzungen und Arthrosen, denn Sport stärkt
nicht nur Muskeln, sondern auch Knochen und Knorpel. Die so genannte
"Altersosteoporose", die durch zahllose Oberschenkelhalsbrüche unrühmliche
Berühmtheit erlangt hat, ist – abgesehen von wenigen Ausnahmen – eine reine
Inaktivitätsosteoporose! Wenn Sie nichts trainieren (und auch im Alltag
wenig körperlich aktiv sind), verlieren Sie bis zum 60. Lebensjahr 30
Prozent Ihrer Muskelmasse. Mit Bewegung können Sie dem Alterungsprozess ein
Schnippchen schlagen!
Anleitung zum WiedereinstiegSie haben sich bis jetzt in Pantoffeln wohler gefühlt als in
Sportschuhen? Keine Sorge, es ist nie zu spät! Auch mit 70 oder 80 Jahren
ist Ihr Körper noch trainierbar. Für Einsteiger reichen zweimal pro Woche 20
Minuten Ausdauertraining (Walken oder Ähnliches) und einmal pro Woche 20
Minuten Krafttraining, also gezielte Übungen, die Haltungsschäden vorbeugen
oder helfen, bereits bestehende Beschwerden zu mindern. Später darf´s auch
ein bisserl mehr sein (bis zu dreimal 60 Minuten Ausdauertraining/Woche und
zwei bis dreimal 20 Minuten Krafttraining/Woche). Aber übertreiben Sie es
bloß nicht, sonst dreht sich der Spieß schnell um, und die Bewegung schadet
mehr, als sie nutzt. Nach längerer Sportabstinenz kommen Sie im Grunde um
fachmännische Betreuung nicht herum. Ihr Fitness-Coach – Sie finden ihn
beispielsweise in Sportvereinen, Fitness-Studios, beim Kieser- oder
Kienbacher-Training oder auch bei einigen namhaften Versicherungen -
erstellt einen individuellen Trainingsplan für Sie.
Quellen:
WEISS, O. et al. 2001: Sport und Gesundheit. Die Auswirkungen des Sports auf
die Gesundheit – eine sozio-ökonomische Analyse. Wien.
KURZ, B. 2007: Kraft im Körper. Vital Edition 3 des Uniqa Vital Clubs.
Wien.
KURZ, B. 2005: Power durch Ausdauer. Vital Edition des Uniqa Vital Clubs.
Wien.
(red)
11.05.2009
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