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I. Rücken schonen
Optimieren Sie Ihre Alltagsbewegungen.
Sitzen, aufstehen und bücken sind häufig vorkommende
Alltagsbewegungen.
Werden diese Bewegungen ökonomisch durchgeführt, wird die Wirbelsäule
entlastet und die Muskulatur gleichmäßig beansprucht und das schont den
Rücken.
Zum Sitzen:
Entscheidend ist die richtige Sitzposition, bei der die Wirbelsäule von
allein gerade wird und die Rückenmuskulatur entspannt ist.
Doch wie findet man diese Position?
Probieren Sie es aus:
Setzen Sie sich wie abgebildet an den vorderen Rand des Sessels und stellen
sie die Füße hüftbreit mit der ganzen Sohle auf.
1. Setzten Sie sich auf beide Hände und versuchen Sie die Sitzknochen zu
fühlen. Verlagern Sie das Gewicht etwas nach vorn und dann etwas nach
hinten. Wann drücken die Sitzknochen auf die Hände und wann "verschwinden"
sie?
2. Tasten Sie nun vorn am Becken Ihre Hüftknochen. Bewegen Sie die
Hüftknochen auf die Oberschenkel zu; das Gewicht des Oberkörpers verlagert
sich nach vorn. Bitte kein Hohlkreuz machen.
3. Bewegen Sie jetzt die Hüftknochen nach hinten und lassen Sie den Rücken
langsam und gleichmäßig rund werden. Kopf sinkt hinunter.
4. Finden sie zum Schluss wieder die Mittelposition direkt auf den
Sitzknochen, wo der Rücken ohne Kraftanstrengung gerade bleibt.
Heben und Tragen
Heben Sie Gewichte immer indem Sie in die Knie gehen, die Hüfte beugen und
die Wirbelsäule gerade halten. Bringen Sie das Gewicht nah an den
Körper.
II. Rücken bewegen
Nach dem Motto "Turne bis zur Urne!"
Unser Rücken braucht Bewegung und diese bekommt er meist zu wenig.
Täglich eine halbe Stunde Bewegung bewirken
- eine gute Durchblutung
- eine kräftige Muskulatur
- gut gefüllte Bandscheiben
- ein gutes Körpergefühl
- bewegliche Wirbelgelenke
- und Ausgeglichenheit
Rückenkurse bieten eine Mischung aus theoretischem Wissen zur
Rückengesundheit, eine Verbesserung der Körperwahrnehmung, Kräftigung und
Entspannung der Muskulatur und Unterstützung bei der Optimierung der
alltäglichen Bewegungsabläufe.
Sportarten, die sich zum Vorbeugen von Rückenschmerzen besonders
eignen sind: Rückengymnastik, Ausgleichsgymnastik, Pilates und Yoga, sowie
Sportarten wie Walking, Joggen, Schwimmen, Radfahren, Krafttraining unter
sachkundiger Anleitung, Tanzen und Langlaufen. Voraussetzung für die
Rückenfreundlichkeit ist immer eine gute Technik.
Wer gar keine Zeit für derartige Aktivitäten findet, kann trotzdem
etwas für den Rücken tun:
Stiegen steigen statt den Aufzug nehmen, eine Haltestelle früher
aussteigen und zu Fuß gehen oder folgende Übungen vor dem Fernseher
durchführen:
1. Ausgangsposition: leicht breitbeiniger Stand, Knie leicht gebeugt, ein
Arm nach oben gestreckt, einer nach unten
Ausführung: Arme wie beim Kraulschwimmen langsam kreisen; der Oberkörper
dreht sich mit. Nach und nach immer schneller werden und dabei stabil
stehen bleiben.
2. Ausgangsposition: Die gebeugten Arme im Türrahmen abstützen; Füße in
Schrittstellung (einen Fuß nach vorn stellen)
Ausführung: Brustkorb nach vorn durch den Türrahmen schieben; Füße
wechseln; dabei kein Hohlkreuz machen!
3. Kräftigung der unteren Bauchmuskeln
Ausgangsposition: Rückenlage, Füße zur Decke strecken, Arme gestreckt auf
Höhe der Oberschenkel heben, Kopf leicht anheben.
Ausführung: Das Becken Richtung Zimmerdecke nach oben bewegen. Dies geht
nur wenige Zentimeter.
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4. Kniebeugen - denn kräftige Beine nehmen Ihrem Rücken die Last
ab!
Tun sie so, als wollten Sie sich hinsetzen. Beugen sie Hüfte und Knie,
nicht den Rücken. Berühren Sie mit dem Becken nur kurz die Sitzfläche und
stehen Sie wieder auf. Ziel: 25x
III.
Rücken entspannen
Leider sind viele Arbeitsplätze
nicht immer rückenfreundlich. Sorgen Sie nach belastender Tätigkeit für
einen Ausgleich und profitieren Sie auch im Sinne der Stressreduktion von
einigen entspannenden Übungen am Feierabend.
1. Rückenlage, Arme ausbreiten, Füße aufstellen, beide Knie zu einer Seite
sinken lassen und dort locker liegen lassen. Dann langsam die Seite
wechseln, Kopf dreht jeweils zur Gegenseite.
2. Legen Sie sich wie abgebildet auf den Boden und drücken sie langsam mit
der ganzen Fußsohle auf den Boden. Dabei bewegt sich das Becken so, dass die
Wirbelsäule flacher am Boden liegt. Schulter, Arme und Kopf locker
lassen.
3. Legen Sie sich ein zusammengerolltes Handtuch unter die Schulterblätter,
nehmen Sie den Kopf in beide Hände und bewegen Sie langsam den Oberkörper
hinauf und hinunter.
4. In die Hocke gehen, Becken heben, Kopf und Arme hängen lassen, langsam
Wirbel für Wirbel aufrollen, Kopf ganz zum Schluss heben
Nun noch der wichtigste Tipp:
Fangen Sie noch heute an und viel Freude beim Bewegen!
(red)
12.01.2010
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