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Regina Nonnis

09.03.10

Die Schlagzeilen der letzten Tage machen mich zutiefst traurig und betroffen. Als Religionslehrerin bin ich für Viele Ansprechpartnerin und muss mich für etwas verteidigen, an dem ich schuldlos bin.
Ja, es gibt sexuellen Missbrauch auch in vielen anderen Bereichen - aber der Unterschied ist, dass diese Menschen auch nicht über Moral und Verhalten predigen und so tun, als wüssten sie, wie man leben soll!!!
Außerdem gibt es in anderen Berufen Berufsverbot, wenn man sich etwas zu Schulden kommen lässt, warum nicht auch in diesem Fall bei Priestern?
Das Thema Sexualität ist ein so heikles und sensibles Thema. Einerseits hat die Kirche hier hohe Moralvorstellungen (vorehelicher Verkeht, Verhütung, Umgang mit Wiederverheirateten Geschiedenen) und andererseits gibt es gerade in diesem Bereich so viel Tränen und Leid verursacht durch Missbrauch durch Priester an Frauen, Männer und Kinder! Was würde Jesus dazu sagen?
Regina Nonnis

2

Emil Sacklinger

08.03.10

Die letzten Tage bedeuteten für die Lirche in Österreich und Deutschland eine schwere Prüfung.

Trotzdem möchte ich zu bedenken geben, daß die Kirche aufgrund Ihrer Größe und Strukturen sehr leicht angreifbar ist und sich durchaus einsichtig verhalten hat.

Die Taten Einzelner werden der Institution angelastet und diese wird dafür zur Verantwortung gezogen.

Dieser Tage ist in einer Schule des Bundesheeres in Wr. Neustadt ei Fall länger andauernder Mißhandlung und sexueller Erniedrigung bekannt geworden. Aber die Schulleitung bzw. das Bundesheerr wurden dafür nicht verantwortlich gemacht.

Es finden nach wie vor rd. 90 %& der sexuellen Übergriffe an Minderjährigen im familiären Umfeld statt. Trotzdem wird die Instritution der Familie doch wohl von niemandem in Frage gestellt und niemand muß die Familien verantworten und sich entschuldigen.

Ein bekannter Schwimmlehrer, der auch prominente Schwimmer ausgebildet hat, wurde sexueller Übergriffe enntarnt. Er wird zur Verantwortung gezogen, aber niemand hat seitens der Medien den Sportminister angegriffen oder den Schwimmsport als Ursache derartiger Vergehen beschuldigt.

Die nun bekannt gewordenen Fälle müssen schonungslos untersucht werden, aber die Institution Kirche ist nicht mit den Tätern gleichzusetzen.

Die Kirche hat in der heutigen Zeit jene Macht und Größe, die sie noch vor Jahrzehnten hat, weitgehend verloren. Umso leichter fällt es, sie zu kritisieren. Und man legt dabei Maßstäbe an, die man anderswo keineswegs gelten läßt.

3

Dr. Herbert Ipser

30.01.08

Betrifft: Editorial von Herrn Kardinal Dr. Schönborn unter dem Titel Beten für das Geschenk der Einheit

Sehr geehrter Herr Kardinal!

Ich beziehe mich auf Ihr Editorial in der letzten Online Ausgabe von „Thema Kirche“ mit dem Titel „Beten für das Geschenk der Einheit“. Sie schreiben unter anderem: „Der ökumenische Dialog muss auf drei Ebenen stattfinden: auf der Ebene der Theologen, auf der Ebene der Kirchenleitungen, vor allem aber auf der Ebene der Gemeinden.“ Sie erläutern weiters, dass auf der Ebene der Theologen vieles geklärt worden ist, und dass auch auf der Ebene der Kirchenleitungen einiges davon angenommen worden ist. „Aber all das muss auch in den Alltag der Gemeinden übersetzt werden, in eine neue Geschwisterlichkeit der Christen, die durch die gemeinsame Taufe bereits zutiefst verbunden sind.“

Als unmittelbar Betroffener, d.h. in einer konfessionsverschiedenen (oder konfessionsverbindenden) Ehe Lebender, erlebe ich die Situation allerdings etwas anders. Es sind die gerade Gemeinden, in denen Ökumene zum Teil sehr erfolgreich gelebt wird. Es sind Gruppen an der Basis, d.h. Menschen, die im täglichen Alltag unmittelbar betroffen sind, die an der Ökumene arbeiten die zusammenkommen, miteinander reden, miteinander beten und miteinander Gottesdienst feiern. Und es ist auf der anderen Seite sehr oft die Kirchenleitung, speziell die Leitung meiner Kirche, der katholischen Kirche, die durch verletzende Aussagen den Geist der Ökumene schwer beeinträchtigt: wenn schon nicht „ökumenische Eiszeit“, wie Sie schreiben, dann orte ich zumindest häufig „ökumenische Stagnation“.

All das in einer Zeit, wo den Kirchen, auch und ganz besonders der katholischen Kirche, in Europa eine ganze Generation von Menschen verloren zu gehen scheint, wo der Nachwuchs in den Pfarrgemeinden fehlt. Wie sollen wir den Menschen die „feinen Unterschiede“ zwischen den verschiedenen Konfessionen erklären, wenn ihnen die Grundbegriffe des christlichen Glaubens abhanden zu kommen drohen? Wie sollen wir diese feinen Unterschiede den Andersgläubigen erklären?

Nochmals: Ich bin überzeugt, dass es keiner „Übersetzung in den Alltag der Gemeinden“ bedarf, sondern dass eher einige mutige Schritte der Leitung der katholischen Kirche von Nöten sind. Aber wir alle, die wir so unmittelbar betroffen sind, wir werden nicht aufhören, auch darum zu beten.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Herbert Ipser

(Pfarre Wohnpark Alterlaa
1230 Wien)

4

Karl Grohmann

04.04.07

Liebe Redakteure!

Das Ihr trotz der vielfältigen Arbeiten es immer wieder so regelmäßig schafft, dafür gehört euch sehr sehr großes Lob und ein ebenso herzliches riesiges Danke geschrieben. Was ich somit auch tun will.
Die knappen Artikel und die umfassende Sicht dafür ein vergelt s Gott .
Weiterhin alles Gute auf eurem mühsamen Weg
Karl Grohmann

5

Gabriele Pikesch

14.03.07

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße die Einrichtung eines Dialogforums sehr, und ich gratuliere dazu herzlich. Ein Dialogforum innerhalb der Kirche kann sehr viel bewirken und die Kirche stärken.

Wir sollten uns den Anliegen vieler Katholiken öffnen, sie sehr ernst nehmen und dazu anregen, sie ungeniert einzubringen, vor allem, wenn es um viele Streitpunkte innerhalb der Kirche geht.

Ich denke hier besonders an Vorkommnisse im Priesterseminar St. Pölten oder Kindesmissbrauch, welche vielen den Anlass zum Austritt aus der Kirche gegeben haben.

Ich will nicht den Stab brechen und verurteilen, ganz im Gegenteil. Wir alle sollten hier unsere Kollektivverantwortung wahrnehmen und ernsthaft hinterfragen, wie es innerhalb der Kirche zu solchen Vorkommnissen kommen kann. Wir alle tragen dafür Mitverantwortung. Niemand kann sich ausschließen.

Wir sollten uns ebenso fragen, wie steht die Kirche darüber hinaus, als bloß ein Urteil zu fällen, zu gleichgeschlechtlicher Liebe und zur Sexualität überhaupt? Das sind u. v. a. Dinge im Zusammenhang mit manchen Vorkommnissen, die manchen Menschen ihre Meinung, 'Mit diesem Verein will ich nichts zu tun haben', bekräftigen.

Für diese Dinge wird dann auch das Zölibat verantwortlich gemacht, und die Ablehnung verstärkt sich.

Für mich ist Kirche mehr als jede Diskrepanz, aber auch viel mehr als alles Schöne, das sie bietet und ich in Anspruch nehme. Kirche ist für mich: Dein Reich komme. Jetzt schon. Wir sind alle aufgefordert, unsere kreative Mitgestaltung in Sein Reich einzubringen.

Nun sollten wir auch nicht vergessen, dass viele Menschen immer noch gar nicht oder nur eingeschränkt die Möglichkeit haben, über das Internet zu kommunizieren. Auch ich kann das Internet nur eingeschränkt nützen, denn ich habe es nur an meinem Arbeitsplatz zur Verfügung und nütze es für private Zwecke außerhalb meiner Arbeitszeit. Es sollte daher ebenso andere Möglichkeiten geben, seine Meinung einbringen zu können.

Ein Dialogforum ist eine gute Sache. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Auch mit Politikern ist ein Dialog über das Internet als auch brieflich möglich, und das fördert ein Miteinander und ein Näherkommen in vielen strittigen Fragen. Dazu ist es in erster Linie einmal notwendig, seine Meinung ohne Scheue zu sagen.

Christoph Kardinal Schönborn ist für mich ein sehr offener und verantwortungsbewusster Mensch. Er genießt deshalb nicht nur meine Hochachtung und Bewunderung, sondern auch mein Vertrauen. Es wäre schön, könnte es sich verwirklichen, was er angeregt hat:

"Uns alle verbinden Taufe und Firmung, der Entschluss, uns für die Botschaft Jesu einzusetzen, für das Wachstum des Reiches Gottes, für ein Mehr an Glaube, Hoffnung und Liebe. Das schließt nicht aus, dass es in Sachfragen unterschiedliche Auffassungen gibt. Daher wünsche ich mir auch, dass thema kirche in der neuen elektronischen Form kontroversieller wird. Es ist gut, wenn wir in thema kirche den innerkirchlichen Dialog in der Kraft der Argumente pflegen. Wir schulden es einander, dass strittige, schwierige Fragen so angegangen werden, dass man sie von verschiedenen Seiten beleuchtet, dass unterschiedliche Argumente ins Spiel gebracht werden und dass wir so im Aufeinander hören ein Stück weiterkommen. Das Forum von thema kirche soll der Ort eines respektvollen und aufmerksamen Dialogs sein - so wie dieses Medium insgesamt ein Ort des Austausches von Ideen und Erfahrungen im Einsatz für die Kirche ist."

Das findet man unter:
http://www.themakirche.at/impulse/0/articles/2007/01/31/a3273/

Nur durch Offenheit und ohne Scheue kann eine kontroversielle Diskussion in einem Miteinander zustande kommen, die eine fruchtbare Auseinandersetzung in vielen Dingen folgen lässt.

Ich werde wahrscheinlich nur sehr selten weitere Beiträge in dieses Forum einbringen können, weil ich nur an meinem Arbeitsplatz die Möglichkeit dazu habe und Privates auf ein Minimum beschränken sollte. Dennoch hoffe ich, mit diesem Beitrag eine Diskussion in Gang bringen zu können, und ich bitte Sie daher auch, meinen Beitrag in voller Länge zu veröffentlichen.

Mit besten Grüßen

Gabriele Pikesch
Salusgasse 4
1220 Wien

6

Gerhard Jagenbrein

10.02.07

Gratulation!
thema kirche ONLINE ist wieder einmal der Beweis, dass Kirche nicht unbedingt verstaubt ist.
Vorallem freut mich die Möglichkeit, auf frühere Beiträge übersichtlich zugreifen zu können, ohne jede Menge Papier aufheben zu müssen.

Viel Erfolg mit diesem Weg der Kommunikation,
Gerhard Jagenbrein

7

bbernardo

06.02.07

Herzliche Gratulation - dieser Newsletter gefällt mir ausgesprochen gut und ich werde immer wieder einmal vorbei schauen und vielleicht auch das eine oder andere Mal eine Anregung geben. Würde mich freuen, wenn es dadurch gelingt Kirche wieder stärker als positiv besetzten Begriff in unseren Herzen zu verankern ...
Liebe Grüße und alles Gute

8

Herbert Winkelhofer

02.02.07

Hier ist wirklich etwas sehr nützliches
und optisch überaus ansprechendes entstanden.
Ich glaube dieses Kind wird prächtig gedeihen - danke allen Geburtshelfern

Herbert Winkelhofer

9

Akfm. Markus Göstl

02.02.07

Gratulation zum neuen Start von Thema Kirche online im Netz. Finde es total gut, dass man hier nun auch als Mitarbeiter Informationen bekommt und freue mich schon auf viel Nützliches.

sg
Markus Göstl

10

Andreas Gutenbrunner

02.02.07

Willkommen im Leser/innen-Forum von thema kirche.


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