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Das Café Ephata in
der Garbergasse in Wien 6 besteht seit 13 Jahren. Ursprünglich war es als
Jugend-Café gedacht. "Im Laufe der Jahre hat es sich zu einer Generationen
übergreifenden pastoralen Initiative entwickelt", erzählt Ephata-Leiterin
Gerti Stagl im Gespräch mit "thema kirche". Im Ehrenamtlichen-Team sowie
unter den regelmäßigen Besuchern sind alle Generationen vertreten. "Uns ist
wichtig, dass jede Altersgruppe für sich sein kann, wir aber auch Sachen
gemeinsam machen wie z. B. jetzt unsere Fußwallfahrt nach Mariazell zu
Pfingsten", so Gerti Stagl.
Café mit Kapelle
In der Kapelle des Cafés treffen sich regelmäßig Gruppen zum Beten, Tanzen und zum Austausch.
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Wohl kaum in einem anderen Wiener Kaffeehaus gibt es im Keller eine
Kapelle. Hier finden regelmäßig Gottesdienste, Gebetstreffen und Seminare
statt. Das Ephata - eine Einrichtung der Katholischen Jugend Wien - bietet
Veranstaltungen im künstlerischen Bereich, zu sozialen Fragen und gibt Raum
für private Feste. "Es möchte im wahrsten Sinne des Wortes Raum geben für
Menschen, die auf der Suche sind - nach sich selbst, nach den Mitmenschen
und nach Gott", sagt Leiterin Gerti Stagl. Ziel ist eine Gemeinschaft von
Menschen, die es auch Verschlossenen erleichtert, sich zu öffnen - daher
auch der Name "Ephata - Öffne dich". Stagl: "Viele kommen zu Veranstaltungen
und möchten dann auch selbst hier etwas machen wie z. B. einen Liederabend
... Oft entwickelt sich da etwas." Und: Die Leute kommen, um zu reden.
Gut vernetzt Gerti Stagl: "Das Ephata ist innerkirchlich sehr gut vernetzt, aber auch die Vernetzung im Grätzl ist uns wichtig."
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Gerti Stagl schätzt das innerkirchliche Netzwerk, über das viele zum
Ephata finden. "Wichtig ist uns aber auch die Vernetzung hier im Grätzl",
sagt sie. Das Café pflegt Kontakte zur Pfarre Gumpendorf, dem Krankenhaus
der Barmherzigen Schwestern, zur Bezirksleitung und ist im interreligiösen
Forum auf Bezirksebene aktiv. Auch im Dekanat hat das Café einen
Namen.
Rund 15 Leute arbeiten ehrenamtlich mit, machen Dienst im Café, die
Buchhaltung, Homepage oder Reparaturarbeiten. Der Kaffee und die
Süßigkeiten, die im Ephata konsumiert werden können, kommen aus fairem
Handel. Und das Ephata ist schon lange ein Nichtraucher-Lokal. In der dem
Café angeschlossenen Beratungsstelle bietet Michaela Heilig Psychotherapie
an, Gerti Stagl berät in kreativer Lebensgestaltung - "einer
Persönlichkeitsbildung, um den präventiven Ast stärker zu bedienen und
Krisen vorzubeugen", wie sie erklärt.
Menschen in der Ganzwerdung unterstützen
Im Laufe der Jahre hat sich das Ephata zu einer Generationen übergreifenden pastoralen Initiative entwickelt.
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Gerti Stagl ist gebürtige Waldviertlerin und arbeitet seit 1983 in die
Kirche. Begonnen hat sie ihre Tätigkeit in der Katholischen Landjugend.
"Damals habe ich bemerkt, dass mir die Arbeit mit Menschen große Freude
macht", erinnert sie sich. Einige Jahre war sie bei den Schwestern der
Jüngersuche und arbeitete dann für die Diözese Eisenstadt. Zehn Jahre lebte
sie gemeinsam mit anderen Frauen in einem "Betanien"-Haus im Burgenland und
arbeitete für die Caritas.
"Meine Sehnsucht war es immer, den Menschen in seiner Ganzwerdung zu
unterstützen", sagt Gerti Stagl. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Wien.
Gemeinsam ist das Paar in der Ehevorbereitung tätig. "Das ist immer eine
sehr schöne Erfahrung und eine Möglichkeit, ein freundliches Gesicht von
Kirche zu zeigen", sagt Stagl.
Einander wertschätzen
An ihrem jetzigen Arbeitsplatz, dem Café Ephata, ist sie "hochmotiviert":
"Ich kann hier die inhaltliche Arbeit und die Arbeit mit Menschen verbinden.
In der Kirche ist mir wichtig, dass wir einander in unserer
Unterschiedlichkeit wertschätzen lernen. Wenn uns das gelingt hat Kirche
einen leuchtenden Vorbildcharakter."
(ag)
07.05.2010
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