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Vor einem Jahr, am 1. Juli 2009, wurde das Bildungshaus St. Bernhard in
Wiener Neustadt in ein "Bildungszentrum" umgewandelt. Der wesentliche
Unterschied: Das Angebot der Übernachtungsmöglichkeit wurde aufgegeben.
Erwin Boff, Direktor der Bildungszentrums St. Bernhard, resümiert im
Gespräch mit "thema kirche": "Es hat sich alles sehr gut entwickelt, und wir
können positiv auf dieses Jahr zurückschauen."
Neue Kooperation mit der KPH Wien/Krems
Erwin Boff: "Religionslehrer sind froh, wenn sie zur Fortbildung nicht bis nach Wien fahren müssen."
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Die meisten Kursbesucher/innen im Südvikariat seien sehr flexibel und
würden es vorziehen, bei sich zu Hause zu übernachten, sagt Erwin Boff. Eine
Kooperation mit dem Hotel Zentral in Wiener Neustadt macht die Übernachtung
vor Ort immer noch und unkompliziert möglich.
Auch im Kursprogramm gibt es neue Entwicklungen, über die sich Boff
freut: Durch eine Synergie mit der Caritas ist St. Bernhard inzwischen zum
führenden Ausbildner in der Hospizarbeit geworden. Die Kooperation mit der
Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Krems steht kurz vor dem
Start: Ab Herbst 2010 gibt es in St. Bernhard Fort- und
Weiterbildungsangebote der KPH für Religionslehrer/innen und Interessierte.
"Viele sind froh, wenn sie zur Fortbildung nicht bis nach Wien fahren
müssen", sagt Boff.
Theologie - Spiritualität - GesellschaftDas Konzept des Bildungszentrums umfasst die ganze Bandbreite der
kirchlichen Erwachsenenbildung: Im Zentrum stehen Theologie, Spiritualität
und Gesellschaft. Ein Schwerpunkt liegt auf der dritten Lebenshälfte
(Älterwerden, Trauerarbeit …). Auch die Weiterbildung für ehrenamtliche
Mitarbeiter/innen in den Pfarren hat einen zentralen Stellenwert.
Weitere Zukunftspläne: Ende 2011 wird das Bildungszentrum in Verbindung mit
dem Vikariatszentrum in die Propstei in Wiener Neustadt umziehen. "Der Name
St. Bernhard bleibt aber selbstverständlich erhalten", betont Erwin
Boff.
Zeitmanager mit verständnisvoller Ehefrau Neben seiner Berufstätigkeit ist Boff ehrenamtlich als Dikaon, Zeremoniär und in der Hospizarbeit tätig.
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Erwin Boff ist seit 2001 im Dienst der Erzdiözese Wien. Zuvor war der
gebürtige Niederösterreicher in der Privatwirtschaft tätig. "Ich bin
kirchlich sozialisiert von Kindheit an, obwohl meine Familie mit Kirche
nichts am Hut hatte". Boff kam durch seinen Pfarrer ins kirchliche Umfeld
und blieb. 1999 wurde er zum Diakon geweiht.
Das Bildungszentrum St. Bernhard wird im Team geleitet: Erwin Boff ist
Direktor, Pfarrer Gottfried Klimat der geistliche Assistent. Peter Maurer
ist zuständig für das Bildungsmanagement und die
Öffentlichkeitsarbeit.
Erwin Boff ist auch Geschäftsführer der Katholischen Erwachsenenbildung und
Verwalter des Stephanushauses. Neben seiner Berufstätigkeit ist er
ehrenamtlich als Diakon, Zeremoniär im Stephansdom und in der Hospizarbeit
in Niederösterreich tätig. "Ich pendle zwischen meinem Heimatort Teesdorf,
Wiener Neustadt, Wien und Großrußbach." Wie man das alles schafft? Erwin
Boff: "Mithilfe eines ausgetüftelten Zeitmanagements und meiner sehr
verständnisvollen Ehefrau, die das Diakonat zu 100 Prozent mitträgt."
(ag)
02.07.2010
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