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Gottes Spuren in der Ehe
© kathbild.at/Rupprecht

Mit Beginn des neuen Jahres präsentiert sich der Fachbereich "Ehevorbereitung" nach einem Relaunch mit neuen Angeboten. "thema kirche" besuchte Fachbereichsleiter Johannes Ojak und sprach mit ihm u. a. über die "Zeichen der Zeit" bei der Belgeitung von Paaren.

In der Erzdiözese Wien werden jedes Jahr ca. 140 Ehevorbereitungsseminare veranstaltet, die von 1170 Paaren besucht werden. Rund 35 Referenten-Paare begleiten die Seminartage. In den Pfarren sind ca. 20 Betreuer/innen mit der Organisation der Seminare beschäftigt. An der Spitze dieses großen Angebots steht in der Erzdiözese Wien der Theologe Johannes Ojak, der im Gespräch mit "thema kirche" Einblick in sein Aufgabengebiet gibt.

Drei Kraft-Quellen

© Ojak
1170 Paare bereiten sich jährlich in der Erzdiözese Wien auf ihre kirchliche Hochzeit vor.

Johannes Ojak ist gebürtiger Wiener und studierte in seiner Heimatstadt Theologie. Nach dem Zivildienst stieg er als Bildungsreferent bei der Katholischen Jugend ein und war hier von 1997 bis 2005 tätig. Ojak lebt heute mit seiner Familie in Kottingbrunn und ist in seiner Heimatpfarre engagiert. "Meine Familie, meine Pfarre und Marriage Encounter geben mir Kraft", sagt er. Seit 2005 leitet er den Fachbereich "Ehevorbereitung" in der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien.

"Dialog ist nicht immer leicht"

"Ich versuche Brücken zu bauen und auf das Verbindende zu schauen", sagt Johannes Ojak. Vernetzung im Bereich "Ehevorbereitung" unter den österreichischen Diözesen ist dem Fachbereichsleiter wichtig. "Das ist eine Herausforderung. Das Spektrum an Meinungen innerhalb der katholischen Kirche ist sehr breit. Ein Dialog ist daher nicht immer leicht."

"Wertschätzend, nicht belehrend"

© privat
Ojak: "Es geht um Begegnung und Begleitung. Das Paar bringt bereits viel Beziehungserfahrung mit."

Auch in der Ehevorbereitung gelte es, die "Zeichen der Zeit" zu erkennen: "Wir begegnen den Paaren wertschätzend und nicht belehrend. Es geht um Begegnung und Begleitung. Das Paar besteht ja schon, wenn es zu uns kommt und bringt bereits viel Beziehungserfahrung mit", weiß Ojak. In Zentrum der Seminare steht daher die Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe, dessen Gestaltung und Liturgie..
Die Seminare verstehen sich als Impulstage für Paare rund um die Fragen: "Wo in unserer Ehe können wir Spuren Gottes erkennen? Wo kommen wir mit Gott in Berührung - auch in der Gestaltung unserer Beziehung?" Die Referent/inn/en sind keine "perfekten Vorzeigepaare". "Das Wesentliche ist, dass sie von sich Zeugnis geben mit ihren Stärken und Schwächen", sagt Ojak.

Viele neue Angebote

©
Der Folder "eheseminare 2012" liegt in den Pfarren auf.

Mit Beginn des neuen Jahres 2012 präsentiert sich der Fachbereich "Ehevorbereitung" nach einem Relaunch mit neuen Angeboten. Unter dem Titel "eheLEBEN" gibt es Tagesseminare bzw. mehrteilige Seminare für Brautpaare, die kirchliche heiraten wollen.
Neu ist z. B. "eheLeben – family" -Tagesseminare für Paare, die kirchlich heiraten wollen und bereits Kinder haben (mit Kinderbetreuung während des Seminars). Weiters gibt es u. a. das neue Seminar-Angebot "eheLEBEN – EPL" auf der Grundlage von EPL (Ein partnerschaftliches Lernprogramm), das das gegenseitige Verständnis in der Paarbeziehung fördert. "amPULSder Liebe" nennt sich ein Tagesseminar in exklusiverem Ambiente als Wohltat an Körper, Geist und Seele.
Brautpaare, die kirchlich heiraten und sich aus diesem Anlass intensiver mit ihrem glauben auseinander setzen wolle, finden dafür Gelegenheit im neuen Seminar "beziehungsweiseGott".

Alle Angebote an Ehe-Seminaren für das neue Jahr finden sich im Folder "eheseminare 2012", der in den Pfarren aufliegt. Weitere Informationen unter: www.kirchliche-hochzeit.at und unter Tel.: 01 / 515 52-3330

(ag)

16.01.2012


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