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"Alles neu" bei den Passionsspielen in Kirchschlag
© Passionsspiele Kirchschlag

"Aus dem Dunkel dieser Nacht ist uns das Licht des Heils erwacht" lautet das Motto der heurigen Passionsspiele in Kirchschlag in der Buckligen Welt. Gespielt wird bis 17. Oktober 2010.

Im Fünfjahresrhythmus versucht Spielleiter und Pfarrer Otto Piplics, Besucher anzulocken. In diesem Jahr kann er mit einem besonderen Highlight aufwarten: Der Bühnenbildner der Opernfestspiele im Römersteinbruch in St. Margarethen, Manfred Waba, konnte für die Gestaltung des Bühnenbildes gewonnen werden – und noch dazu stellt er sein Können unentgeltlich zur Verfügung: "Für mich ist das eine große Ehre. Der Bühnenraum ist sehr schwierig zu bearbeiten, da wenig Platz und sehr viele Akteure vorhanden sind. Es galt, eine neue Idee zu finden, die aber dem Alten gerecht wird."

Passion für heute

© Passionspiele Kirchschlag
Die Auferstehung wird heuer stärker in den Vordergrund gestellt.

Auch Regisseur Rainer Holzbauer stellt sich erneut der Herausforderung: "Jeder, der glaubt, er kennt die Passionsspiele Kirchschlag und muss sie sich nicht mehr anschauen, der irrt gewaltig. Es wurde wieder etwas ganz Neues geschaffen, dem heutigen Zeitgeist angepasst und gemeinsam mit der Musik in eine Form gegossen."

Anlass war Arbeitslosigkeit

© Passionspiele Kirchschlag
Team (v. l.): Obmann Emmerich Voith, Regisseur Rainer Holzbauer, "Maria Magdalena" Manuela Reisner, Jesusdarsteller Christof Trimmel, "Geheilte" Poldi Pürrer, Spielleiter Otto Piplics und Bühnenbildner Manfred Waba.

1932 wurden die Passionsspiele zum ersten Mal in Kirchschlag aufgeführt. Seither hat sich viel verändert. Die heurige Überarbeitung wird den Qualitätsansprüchen moderner Theaterkultur gerecht, ohne dabei an Mystik und Spiritualität zu verlieren. Pfarrer Otto Piplics erzählt: "Die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen war 1932 der Anlass für die Gründung der Passionsspiele. Jetzt steht möglicherweise eine ähnlich schwierige wirtschaftliche Zeit bevor wie damals. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Kirchschlager Passionsspielgemeinde mit ihrem großartigen Schauspiel den Menschen die Verkündigung der Friedesbotschaften eines Jesus Christus näherbringt."

Auferstehung im Vordergrund

Die Passion bezwecke keinesfalls nur die Darstellung des Leidensweges Jesu, sondern richtet sich an junge, alte, gläubige und suchende Menschen. Heuer wurde die Auferstehung stärker in den Vordergrund gestellt, was für gläubige Christen auch gut nachvollziehbar ist.

Die Besucher im neu renovierten Passionsspielhaus – die gesamte Bestuhlung wurde um 300.000 Euro durch neue, gepolsterte Komfortsitze ersetzt – werden die Aufführung genießen. Bis Mitte Oktober gibt es 23 Aufführungen, die Eintrittspreise betragen zwischen 13 und 27 Euro. Karten gibt es im Passionsspielbüro Kirchschlag: Tel. Nr: 02646 / 22 43-14

(smi)

09.06.2010


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