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Im Fünfjahresrhythmus versucht Spielleiter und Pfarrer
Otto Piplics, Besucher anzulocken. In diesem Jahr kann er mit einem
besonderen Highlight aufwarten: Der Bühnenbildner der Opernfestspiele im
Römersteinbruch in St. Margarethen, Manfred Waba, konnte für die Gestaltung
des Bühnenbildes gewonnen werden – und noch dazu stellt er sein Können
unentgeltlich zur Verfügung: "Für mich ist das eine große Ehre. Der
Bühnenraum ist sehr schwierig zu bearbeiten, da wenig Platz und sehr viele
Akteure vorhanden sind. Es galt, eine neue Idee zu finden, die aber dem
Alten gerecht wird."
Passion für heute
Die Auferstehung wird heuer stärker in den Vordergrund gestellt.
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Auch Regisseur Rainer Holzbauer stellt sich erneut der Herausforderung:
"Jeder, der glaubt, er kennt die Passionsspiele Kirchschlag und muss sie
sich nicht mehr anschauen, der irrt gewaltig. Es wurde wieder etwas ganz
Neues geschaffen, dem heutigen Zeitgeist angepasst und gemeinsam mit der
Musik in eine Form gegossen."
Anlass war Arbeitslosigkeit Team (v. l.): Obmann Emmerich Voith, Regisseur Rainer Holzbauer, "Maria Magdalena" Manuela Reisner, Jesusdarsteller Christof Trimmel, "Geheilte" Poldi Pürrer, Spielleiter Otto Piplics und Bühnenbildner Manfred Waba.
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1932 wurden die Passionsspiele zum ersten Mal in Kirchschlag aufgeführt.
Seither hat sich viel verändert. Die heurige Überarbeitung wird den
Qualitätsansprüchen moderner Theaterkultur gerecht, ohne dabei an Mystik und
Spiritualität zu verlieren. Pfarrer Otto Piplics erzählt: "Die
Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen war 1932 der Anlass für die Gründung
der Passionsspiele. Jetzt steht möglicherweise eine ähnlich schwierige
wirtschaftliche Zeit bevor wie damals. Gerade deshalb ist es wichtig, dass
die Kirchschlager Passionsspielgemeinde mit ihrem großartigen Schauspiel den
Menschen die Verkündigung der Friedesbotschaften eines Jesus Christus
näherbringt."
Auferstehung im VordergrundDie Passion bezwecke keinesfalls nur die Darstellung des Leidensweges
Jesu, sondern richtet sich an junge, alte, gläubige und suchende Menschen.
Heuer wurde die Auferstehung stärker in den Vordergrund gestellt, was für
gläubige Christen auch gut nachvollziehbar ist.
Die Besucher im neu renovierten Passionsspielhaus – die gesamte
Bestuhlung wurde um 300.000 Euro durch neue, gepolsterte Komfortsitze
ersetzt – werden die Aufführung genießen. Bis Mitte Oktober gibt es 23
Aufführungen, die Eintrittspreise betragen zwischen 13 und 27 Euro. Karten
gibt es im Passionsspielbüro Kirchschlag: Tel. Nr: 02646 / 22 43-14
(smi)
09.06.2010
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