Katechese in der Pfarre: Basisinfo Christenstum ©

Heute wissen viele nicht mehr, was der "rote Faden" im Christentum ist. Entscheidendes Grundwissen fehlt. Dem hilft die "Basisinfo Christentum" ab. Ein Angebot auch für Pfarren.

"Es wird über das Christentum gesprochen - der Referent/die Referentin versucht, zu informieren, was es heißt, Christ zu sein. Das Christentum soll für Andersgläubige und Atheisten verständlich gemacht werden, ohne diese missionieren zu wollen." So beschreibt Theologe Peter Zeilinger von den Theologischen Kursen in Wien in Kurzfassung das Bildungsangebot der "Basisinfo Christentum".

Kompaktes Basiswissen

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Zeilinger: "Auch praktizierende Christen sind dankbar, in einer knappen Weise das Christentum erklärt zu bekommen."

"Basisinfo Christentum" ist aus drei Modulen aufgebaut. Jedes Modul besteht aus vier Vortrags-Einheiten zu je 90 Minuten. Im ersten Modul werden die Grundlagen für die Entstehung des Christentums durchgegangen. Im zweiten geht es um die Entfaltung des Christentums von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das dritte Modul steht unter dem Titel "Herausforderungen" und behandelt Fragen wie "Wo ist Wahrheit?" und "Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was ist der Sinn des Lebens?".

Ahnungslose Christen

Warum dieses Angebot? "Heute wissen viele nicht mehr, was der rote Faden im Christentum ist, weil sie z. B. keinen Religionsunterricht besucht haben und auch auf keinem anderen Weg etwas über das Christentum vermittelt bekamen. Man denke an die Spaß-Umfragen von Ö3, wo viele Befragte glauben, Jesus habe im 19. Jahrhundert gelebt", schildert Peter Zeilinger, der für Konzept und Inhalt der "Basisinfo" verantwortlich ist.
Auch praktizierende Christen seien dankbar, in einer knappen Weise das Christentum vom Alten Testament bis zu Jesus erklärt zu bekommen. "‘Basisinfo Christentum’ informiert und ist keine meditative Reflexion des Glaubens. Klar ist aber auch, dass der Referent/die Referentin authentisch im Christentum steht", betont Zeilinger.

Ein Angebot auch für Pfarren

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Der kompakte, unkomplizierte Aufbau macht die "Basisinfo Christentum" auch für Pfarren zu einem interessanten Angebot.

Auch die Bischofskonferenz (BIKO) sah das Problem der Unwissenheit zum Thema "Christentum" und gab vor zwei Jahren grünes Licht zum Start des Projekts. "Basisinfo Christentum" ist Teil des Projekts "Identität und Interkulturalität" des Forums katholischer Erwachsenenbildung und wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur  gefördert. Koordiniert wird die Basisinfo Christentum von den Theologischen Kursen.

Der kompakte, unkomplizierte Aufbau macht die "Basisinfo" auch für Pfarren interessant, die den Pfarrmitgliedern und Interessierten eine christliche Grundausbildung anbieten wollen.
Für die Weiterbildung in den Pfarren ist das Katholische Bildungswerk zuständig. Die Ansprechperson für die "Basisinfo" ist im Bildungswerk Toni Kalkbrenner. "Das Katholische Bildungswerk hat einen Grundstock an Referent/inn/en, die für die Durchführung der "Basisinfo" geschult wurden und in der Diözese eingesetzt werden können. Bei der Anfrage für eine Pfarre wird dann geschaut, welche/r Referent/in in der Nähe ist", informiert Peter Zeilinger.

Probeläufe im Südvikariat

Jedes Modul besteht aus vier Einheiten zu je 90 Minuten. Empfehlenswert ist z. B., eine Einheit an einem fixen Abend in der Woche viermal hintereinander anzubieten. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sie z. B. über ein Wochenende zu veranstalten. Wirklich Sinn macht nur das Absolvieren aller vier Einheiten eines Moduls, da diese aufeinander aufbauen. Probeläufe für die Basisinfo gibt es bereits im Südvikariat, nachdem sie im Bildungszentrum St. Bernhard in Wiener Neustadt veranstaltet wurde.
Im Herbst 2010 wird "Basisinfo Christentum" im Wiener Schottengymnasium für Lehrer, interessierte Eltern und Schüler/innen, die in Religion maturieren, angeboten. "Basisinfo Christentum soll auf möglichst viele Arten funktionieren", betont Peter Zeilinger. Auch säkulare Institutionen und Vereine sollten sie veranstalten können.


(ag)

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