1.350 Kinder und über 350 ehrenamtliche Gruppenleiter haben bis 12. Juli 2014, in Linz am ersten österreichweiten Jungscharlager seit 25 Jahren teilgenommen. Das "Kaleidio" in Linz habe den 8- bis 14-jährigen Kindern der pfarrlichen Jungschar- und Ministrantengruppen "Gemeinschaft, Spannung und Action vermittelt, ein Kennenlernen des Glaubens ermöglicht und ein sehr lebendiges Zeichen von Kirche gesetzt", resümierte Mayella Gabmann vom Organisationsteam das Treffen.
Das letzte österreichweite Jungschartreffen vor dem "Kaleidio" datiert bereits auf das Jahr 1989 zurück - "damals gab es ein getrenntes Mädchen- und Bubenlager, sowie seither alle vier, fünf Jahre ein größeres Jungschartreffen etwa der Diözesen Linz, St. Pölten und Innsbruck", berichtete Gabmann. Ziel sei nun gewesen, die Erfahrungen zu bündeln und den in den Pfarren aktiven Kindern ein Gemeinschaftserlebnis zu bieten. Das nunmehrige Treffen in Linz wurde deshalb in allen Diözesen beworben und gemeinsam geplant.
Zu den Höhepunkten des Treffens gehörte neben einer Begrüßungs- und Abschlussshow und einem Flashmob auf dem Linzer Hauptplatz ein gemeinsamer Gottesdienst im Linzer Mariendom mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz, Weihbischof Franz Scharl, dem Sekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, sowie Weihbischof Stephan Turnovszky. Ein Teil des Treffens war auch eine Begegnung von ehemals Engagierten der Katholischen Jungschar.
Seine Ministranten- und Jungscharzeit sei für ihn selbst "sehr wichtig" gewesen, erklärte Turnovszky, der in der Bischofskonferenz für den Bereich Kinder- und Jugendpastoral zuständig ist. Ereignisse wie das "kaleidio" erlaubten es sich vor Augen zu halten, dass jedes Kind von Gott geliebt ist.
Neun Tonnen Lebensmittel wurden für das Treffen verarbeitet und 28.000 Portionen Essen ausgegeben, rechnen die Veranstalter vor. Die Unterbringung erfolgte in Schulen, tagsüber waren die Kinder an verschiedenen Orten der Stadt unterwegs.
Zu den Inhalten, mit denen sich die Kinder während der Woche in "Reisegruppen" zu je 250 Teilnehmern beschäftigten, gehörten vor allem Themen aus dem entwicklungspolitischen Bereich, wobei Personen aus Afrika, Asien und Lateinamerika die Vermittler waren und etwa über das Leben von Kindern in kenianischen Slums oder die Rolle des Fußballs in Ländern des Südens informierten. Auf dem reichhaltigen Kreativ- und Erlebnisprogramm mit über 180 Workshops stand auch eine Zeitreise, die Persönlichkeiten des Glaubens - darunter Paulus, Franziskus oder die hl. Hildegard - näher brachten.