Mittwoch 29. April 2026

Schnellsuche auf der Website

21.08.2014

Wissen hilft helfen

„Fakten helfen": Parlamentarische Bürgerinitiative läuft noch bis 15. Dezember

Die Parlamentarische Bürgerinitiative „Fakten helfen“ der „aktion leben" erfährt weitere Unterstützung: Jetzt hat sich die Katholische Frauenbewegung Österreich (kfbö) hinter das Anliegen der Bürgerinitiative gestellt, die auf die Einführung einer österreichweiten, regelmäßigen und anonymen Erhebung über Schwangerschaftsabbrüche und deren Motiverforschung drängt.

 

Es brauche solche Datenerhebungen, so kfbö-Vorsitzende Barbara Haas in einer Stellungnahme, da man erst dann gezielt helfen könne, „wenn wir wissen, aus welchen Gründen schwangere Frauen diesen letzten Schritt tun".

 

Bewährtes System

In vielen europäischen Ländern ist es heute selbstverständlich, anonyme Statistiken darüber zu führen, wie viele Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden. In Deutschland etwa werden nicht nur die „nackten Zahlen" erhoben, sondern es gibt auch noch sogenannte qualitative Studien, die die Motive und Beweggründe der Frauen erfassen. Die Erkenntnisse aus den gewonnenen Daten bilden schließlich die Grundlage für alle Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen für die Betroffenen. In Deutschland hat sich das System bewährt: Hier ist seit einigen Jahren sogar ein Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche zu verzeichnen.


Österreich stellt im Blick auf statistisch sichere Daten im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs ein Schlusslicht in Europa dar. „In Österreich wissen wir nicht, wie viele Schwangerschaftsabbrüche es gibt. Wir wissen nicht, wie es zu so vielen ungewollten Schwangerschaften kommt und wie wir besser vorbeugen und helfen können. Das Thema ist vollständig tabuisiert", heißt es von Seiten der „aktion leben".  


Unterstützer

Unterzeichnet wurde die österreichische Bürgerinitiative, die noch bis 15. Dezember läuft, bereits von rund 16.000 Personen – darunter Politiker wie der VP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg und die ehemalige Familienstaatssekretärin Christine Marek, sowie Mediziner und zahlreiche Vertreter von Familienorganisationen. Ihre Unterstützung haben darüber hinaus u.a. die Österreichische Bischofskonferenz und die Katholische Aktion erklärt.


 

 

aktion leben österreich
Telefon: 01/512 52 21
www.aktionleben.at
info@aktionleben.at