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12.12.2014

90 Krippenfiguren aus Stift Heiligenkreuz "auf Herbergssuche"

Wiener Uni für angewandte Kunst restauriert wertvolles Zeugnis der Volkskunst.

90 kunstvoll gearbeitete Krippenfiguren aus der Kunstsammlung des Stiftes Heiligenkreuz werden derzeit von zwei Studenten am Institut für Konservierung und Restaurierung der Universität für angewandte Kunst Wien fachgerecht restauriert.

 

In einer Aussendung am Mittwoch, 10. Dezember 2014 ersuchen die Heiligenkreuzer Mönche um Hilfe bei der "Herbergssuche" der Figuren aus dem 19. Jahrhundert. Ihnen fehlt nämlich bisher eine passende Krippe, die für eine Neuaufstellung im Stift gefunden oder hergestellt werden müsste.

 

Teile einer Krippe „barocken Stils“

Analysen der Figuren und ihres Materials weisen laut der Aussendung auf eine Herstellung großteils in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum hin. Die Machart der Figuren mit Wachsköpfen sowie textil bekleideten Draht- oder Holzkörpern weisen sie als Teile einer Krippe "barocken" Stils aus. In die Sammlung des Stiftes kamen die Figuren aus einem privaten Nachlass vermutlich in den 1980er-Jahren.

 

Krippen sind Zeugnis der Volkskunst

"Die Krippenfiguren sind ein besonderes Zeugnis der Volkskunst im 19. Jahrhundert", sagte Institutsleiterin Prof. Gabriela Krist. Ein 900 Jahre altes Stift habe die Aufgabe, solch wertvolles Kulturgut zu erhalten, betonte Prof. P. Karl Wallner, Rektor der Hochschule Heiligenkreuz. Sobald eine geeignete Krippe gefunden ist, soll das Ensemble in den Räumen des Stiftes Heiligenkreuz wieder öffentlich besichtigt werden können.