Das gegenwärtige "Jahr der Orden" soll von den Ordensgemeinschaften in Österreich auch dazu genutzt werden, um "mediale Klischees" zu widerlegen und das Bild des Ordenslebens in der Öffentlichkeit in ein anderes Licht zu rücken: Das hat der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden in Österreich, Abtpräses Christian Haidinger, in seiner Weihnachtsbotschaft an Mitarbeiter des Wiener Büros der Ordensgemeinschaften betont. "Vielleicht gelingt es uns in diesem Jahr zu vermitteln, dass man hinter Klostermauern nicht verkümmern muss. Da müssen wir sicher viele mediale Klischees ergänzen mit lebensfrohen und erfüllt lebenden Ordensfrauen und Ordensmännern", so Haidinger. Dieses Ziel habe nicht zuletzt Papst Franziskus selber vorgegeben, als er das "Jahr der Orden" ausgerufen hat.
Der weit verbreiteten Unsicherheit und Hoffnungslosigkeit gelte es als Christen positiv entgegenzutreten: "Advent ist Hoffnung. Das bedeutet nicht Warten im passiven Sinn, sondern ein aktives ergreifen, ein Mitgestalten an dieser Zukunft, die auf uns zukommt", so Haidinger unter Verweis auf Papst Franziskus, der diesen Gestaltungswillen u.a. durch seine Vermittlertätigkeit im Verhältnis zwischen Kuba und den USA eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe.