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07.01.2015

Wintereinbruch in Wien: Caritas startet Projekt am Hauptbahnhof

Jeden Abend Schlafsäcke und warme Kleidung an Obdachlose: Pilotprojekt von ÖBB finanziert

Die Caritas ist ab sofort jeden Abend mit einem sechsköpfigen Team am neuen Wiener Hauptbahnhof im Einsatz. Von 20 bis 1 Uhr sind die Streetworker vor Ort und versorgen obdachlose Menschen mit winterfesten Schlafsäcken, warmer Kleidung und Informationen über freie Schlafplätze in Notquartieren wie der Gruft, so Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien, in einer Aussendung. Finanziert wird das Pilotprojekt vorerst bis Ende März von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Aufgrund der klirrenden Kälte sind Schlafplätze in Wiener Notquartieren in den letzten Tagen aber knapp geworden, weiß der Generalsekretär. Die Caritas hofft nun auf eine Schaffung neuer Quartiere in den nächsten Tagen, will aber auch selber ihr Angebot ausweiten.

Angesichts des Todesfalls eines Obdachlosen in der U-Bahnstation Volkstheater appellierte Schwertner an alle Bürger, "lieber einmal zu oft die Nummer des Caritas-Kältetelefons oder jene der Rettung zu wählen".

 

Das Kältetelefon ist sieben Tage in der Woche rund um die Uhr unter der Nummer 01 480 45 33 erreichbar. Seit Anfang November verzeichnete man am Kältetelefon 509 Anrufer.

Die Caritas bittet angesichts des enormen Andrangs auf die Notquartiere dringend um Spenden. Einmalig 50 Euro kostet ein "Gruft Winterpaket" mit winterfestem Schlafsack und einer warmen Mahlzeit.