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08.01.2015

"YouCat" für junge Christen in Kasachstan

Die traditionell rund um Weihnachten stattfindende Aktion der im Stift Klosterneuburg ansässigen Projektgruppe "Biblia" widmet sich heuer Kasachstan.

Bis Ende Februar sammelt die Projektgruppe noch Spenden für den Ankauf von 1.000 Stück der russischen Ausgabe des Jugendkatechismus "YouCat", die im Norden Kasachstans an junge Leute verteilt werden, so Generalsekretär Hans Finger am Donnerstag 8. Jänner 2015 gegenüber "Kathpress". Gerade in den ländlichen Gebieten im Norden bräuchten die Menschen Unterstützung. Die Verteilung des "YouCat" soll jungen Leuten helfen, "sich in einer Gesellschaft im Umbruch am Glauben des Evangeliums zu orientieren".

 

Auf dem flachen Land ist vom Glanz der Metropolen, wie er in der kasachischen Hauptstadt Astana oder in der früheren Hauptstadt Almaty herrscht, wenig zu spüren. Im ländlichen Bereich des 2,7 Millionen Quadratmeter großen Landes das 18 Millionen Einwohner hat, ist die Infrastruktur vielmehr unzureichend, die Einkommen niedrig und die Lebensbedingungen schwierig, weiß Finger.

 

Religiös und kulturell ist der Norden, wie auch der Rest des Landes von Vielfalt bei gleichzeitigem gegenseitigen Respekt geprägt. Finger: "Vor allem die russisch-orthodoxe Kirche, aber auch die katholische Kirche und verschiedene evangelikale Gemeinschaften spielen im öffentlichen Leben eine Rolle." Auch wenn mittlerweile viele Christen nach Deutschland ausgewandert sind, habe der Glaube im Norden starke Wurzeln, so der Generalsekretär.

 

Großer Wert werde auch auf den interreligiösen Dialog gelegt. Finger: "Das Land bemüht sich darum, durch große internationale Veranstaltungen in Astana das Land zu einem Brennpunkt des Dialogs zwischen Islam und Christentum zu machen."

 

Unterstützt wird die "Biblia"-Aktion in Kasachstan von den Vöcklabrucker Franziskanerinnen, die seit 1995 im Schulzentrum der Stadt Kornejewka unterrichten und sich um Kinder im Ort Tonkoschurowka kümmern.

 

Initiative von Kardinal König

Die Projektgruppe "Biblia" wurde auf Initiative des verstorbenen Wiener Erzbischofs Kardinal Franz König unmittelbar nach der politischen Wende in Mittel- und Osteuropa im Jahr 1990 gegründet. Hauptziel des Vereins ist es, den Bedarf an Bibeln und biblischer Literatur in den ehemals kommunistischen Ländern mit konkreten Projekten zu unterstützen. Die Hilfe für Christen im Nahen Osten bildet seit einigen Jahren einen Schwerpunkt von "Biblia". Im Vorjahr ermöglichte die Weihnachtsaktion die Verteilung von Kinderbibeln in arabischer Sprache an junge Christen im Irak.

 

Spenden können noch bis Ende Februar getätigt werden. IBAN: AT37 3236 7000 0002 1444; BIC: RLNWATWW367; Raiffeisenbank Klosterneuburg BLZ: 32 367)