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12.01.2015

Bundespräsident und Nuntius verurteilen Terror

"Terror wird niemals zentrale Werte unserer Rechts- und Verfassungsordnung eliminieren"

Der weltweite Terror fundamentalistischer Milizen ist am Montag im Mittelpunkt des Neujahresempfangs des Diplomatischen Corps bei Bundespräsident Heinz Fischer in der Wiener Hofburg gestanden. "Niemals darf und wird Terror zentrale Werte unserer Rechts- und Verfassungsordnung eliminieren", nahm Fischer Bezug auf die islamistisch motivierten Attentate in Paris mit 17 Toten.

 

Der Doyen des Diplomatischen Corps, der Apostolische Nuntius in Österreich Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, verwies in seiner Ansprache auf 2014 als Jahr "des Krieges und der Krisen, in dem sich viel Schreckliches zugetragen und uns alle zutiefst erschüttert und Angst bereitet hat".

 

Gegen den Terror

Die massive Teilnahme an Solidaritätskundgebungen am Sonntag in Paris seien eine "eindrucksvolle und überzeugende" Antwort Frankreichs auf die Terroranschläge gewesen, zitierte die Austria Presse Agentur APA aus Fischers Redetext. Zum Schutz dieser Werte und Überzeugungen sei eine klare, feste und gemeinsame Abwehrhaltung gegen Terror unerlässlich.

 

"Fanatismus, Fundamentalismus, Gewaltbereitschaft und auch ein überspitzter Nationalismus werfen uns immer wieder zurück", bedauerte der Bundespräsident. Allerdings sei zu beobachten, "dass Religionsgemeinschaften und deren Führungspersönlichkeiten versuchen, das Trennende zurückzustellen und das Gemeinsame in den Vordergrund zu rücken".

 

Auf die Friedensbemühungen hoher Religionsvertreter verwies auch Erzbischof Zurbriggen. Beispielgebend sei die gemeinsame "Anrufung des Friedens" gewesen, an der Israels Präsident Shimon Peres, Palästinenser-Präsident Mahmud Abas, Papst Franziskus und der Ökumenische Patriarch Bartolomaios I. im Vatikan teilgenommen hatten.

 

Als "großes positives Zeichen" wertete der Nuntius auch die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Schülerin Malala Yousafzai aus Pakistan und an den indischen Kinderrechtsaktivisten Kailash Satyarthi.