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19.01.2015

Angst um die eigene Identität?

Glaube konkret - von DDr. Helmut Krätzl

Nach dem Konzil gab es große Fortschritte in der Ökumene. Gemeinsamkeit im Dialog,  in liturgischer Feier, im sozialen Einsatz, früher verboten, wird nun angemahnt. Alle Christen bilden  durch die Taufe (nun gegenseitig anerkannt) den einen Leib Christi.


Was sind die Gründe für einen Stillstand in der Ökumene? Angst um die eigene Identität in einer pluralen Gesellschaft.


Die grundsätzliche Frage, wie weit Einheit gehen muss.  Differenzen in ethischen Fragen. Unerfüllte Sehnsucht nach „eucharistischer  Gastfreundschaft.“


Theologen auf  beiden Seiten sind weiter, als es die Kirchenleitungen annehmen wollen.  
 Stillstand in der Ökumene schadet  der „Welt“. Christen sind gerufen zum Einsatz für Frieden und den Schutz der Würde des Menschen. In einer säkularen Gesellschaft lassen sie gemeinsam mit anderen Religionen das Wort von Gott nicht verstummen.


Das Bekenntnis zu Jesus Christus zeigt einen Gott mit menschlichem Antlitz, der noch  am Kreuz für die Feinde betet und ihnen verzeiht. 

 
Christliche Ökumene ist nicht nur eine theologische Frage.