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04.02.2015

Valentinstag: Neuanfang mit Gott?

Zum 10. Mal gibt es am Valentinstag die außergewöhnliche Missionsaktion "Liebesbriefe von Gott".

Zum Fest der Liebe, um den 14. Februar herum, werden in der ganzen Erzdiözese Wien zum 10. und letzten Mal "100.000 Liebesbriefe von Gott" verteilt. "Liebesboten" aus über 150 Pfarren und kirchlichen Gruppen übergeben Passanten die Briefe an belebten Plätzen bei U-Bahn- oder Busstationen, vor Kirchen, bei Einkaufszentren, Freizeit- und Sportstätten oder bei Hausbesuchen.

 

Die Resonanz auf die Aktion ist groß, in den Rendezvous-Kirchen sind die Menschen wieder zur "Begegnung mit Gott" eingeladen. Das vielfältige Programm reicht von der Segnung für Paare und Singles bis zu speziellen "come2pray"-Gebetsabenden. 

 

Der heilige Valentin

Ausgangspunkt des Valentinsbrauchtums ist die Verehrung des heiligen Valentin, der Bischof von Terni in Mittelitalien war und am 14. Februar 269 den Märtyrertod erlitt. Trotz staatlichen Verbots soll er Liebende getraut haben. Der Legende nach schenkte er frisch getrauten Paaren Blumen aus seinem Garten. Heute gilt er weltweit als Patron der Liebenden.

 

Über die Grenzen Wiens hinaus

Die Aktion "Liebesbriefe von Gott" beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Erzdiözese Wien. "In Linz geht eine Dame mit dem Seelsorger ins Gefängnis. Wir haben daher den Liebesbrief ins Englische und Französische übersetzt", berichtet Organisator Otmar Spanner. Die Diözese Eisenstadt – heuer sogar mit einem Rendezvous im Eisenstädter Dom – und ein paar Pfarren in Villach, Salzburg, Graz und Innsbruck machen mit. Auch einige deutsche Pfarren sind dabei: "Ein Priester war in seiner Sabbatzeit in Wien, hat die Aktion kennengelernt und macht sie nun auch wieder in seiner Heimatpfarre", erzählt Spanner.

 

Missionarischer Akzent, der ankommt

In den letzten Jahren sei dieser missionarische Akzent bei den Menschen sehr gut angekommen: "Viele waren erfreut, einen Brief von Gott zu bekommen, es haben sich spannende Gespräche ergeben und manche haben sogar ein Exemplar für Freunde oder Kollegen mitgenommen. Persönlich habe ich eine Dame erlebt, die sich so darüber gefreut hat, denn ihr Partner war verstorben. Er hatte ihr immer etwas zu Valentin geschenkt und dieses Jahr bekam sie einen Liebesbrief von Gott."

 

Rendezvous-Orte mit Gott

Eine Reihe von Kirchen in der Stadt und auf dem Land stehen als "Rendezvous-Orte mit Gott" offen. Und es besteht die Möglichkeit, einen "Antwortbrief an Gott" zu schreiben. Im Stephansdom gibt es am Valentinstag um 20.00 Uhr für Ehepaare, Verlobte und Verliebte die "Segnung der Liebenden".

 

Morgendliche Sendungsmesse

"Alle in der Stadt sind herzlich eingeladen, mit uns die Sendungsmesse am Freitag, 13. Februar, um 6.30 Uhr im Stephansdom zu feiern und im Anschluss in der Innenstadt mit uns Briefe zu verteilen. Generalvikar Krasa wird der Messe vorstehen", ergänzt Otmar Spanner.