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26.02.2015

„Das war schon sehr ein Auf und Ab".

Stefan Weig erkennt nach einem Unfall seine Berufung.

Stefan Weig wird in Bayern geboren. Seine Mutter ist Alleinerzieherin, er verbringt viel Zeit bei den Großeltern. Als Kind wird er Ministrant und engagiert sich in der Kolpinggruppe. „Das Religiöse war mir schon immer wichtig.“ Nach dem Abitur geht Stefan Weig ins ostdeutsche Thüringen, studiert Geschichte und Sozialkunde und unterrichtet an einem Weimarer Gymnasium.


Mit 27 Jahren hat er einen schweren Verkehrsunfall: „Zwei Sanitäter haben mich aus dem brennenden Auto gezogen und mir das Leben gerettet“. Mit einer schweren Rauchgasvergiftung schwebt er 24 Stunden zwischen Leben und Tod.

 

Der vierwöchige Krankenhausaufenthalt lässt viele Fragen in ihm aufkommen: „Nach dem Sinn des Lebens, warum ich überlebt habe, was Gott von mir will.

 

Und ich habe bemerkt, dass meine Zeit kostbar ist“. Stefan Weig denkt darüber nach, Ordensmann zu werden.


Mit 30 Jahren probiert er es aus. Er geht zu den Oblaten des Heiligen Franz von Sales nach Eichstätt. „Für mich hat sich herauskristallisiert, dass ich die Liebe, die ich in meiner Kindheit erfahren habe, weitergeben möchte, nicht in Form einer Ehe oder Partnerschaft, sondern als Ordensmann und Priester“.

 

Er lebt zwei Jahre mit, beginnt das Theologiestudium, erst dann das Noviziat. Vor seiner ewigen Profess wird er für ein halbes Jahr nach Südindien in die Mission entsandt.


„Das war noch einmal eine Zeit des Spürens, ob das wirklich mein Weg ist, weil doch Zweifel gekommen sind und der Weg nicht so direkt verlaufen ist, wie ich mir das vorgestellt habe.“

 

Die Gemeinschaft und Gott haben ihn in dieser Zeit getragen. „Auf allen meinen Wegen ist Gott mit mir“, so Pater Stefan Weig, der seit 2012 bei den Wiener Oblaten des Heiligen Franz von Sales mitwirkt.