Die österreichischen Diözesen folgen der Einladung von Papst Franziskus, am 13. und 14. März 2015 in einer weltweiten Aktion "24 Stunden für den Herrn" den Gläubigen die Barmherzigkeit Gottes besonders nahezubringen.
In zahlreichen Kirchen und Klöstern gibt es eine Nacht und einen Tag lang Gottesdienste, Möglichkeiten zum Empfang des Sakraments der Buße und Versöhnung sowie eucharistische Anbetung. Motto der zum nunmehr zweiten Mal durchgeführten Gebetsinitiative ist der aus dem Epheser-Brief (Eph 2,4) entnommene Ausspruch "Gott ist reich an Barmherzigkeit".
Papst Franziskus wird im Rahmen der auf italienisch "24 ore per il signore" lautenden Aktion am Freitag, 13. März, eine Bußliturgie im Petersdom feiern. Anschließend sind im Stadtzentrum Roms mehrere Kirchen die ganze Nacht über zu Beichte und Anbetung geöffnet, zudem gibt es zahlreiche religiöse Jugendveranstaltungen. Am Samstagnachmittag beschließt dann eine Vesper in einer Kirche nahe am Vatikan die Aktion des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung.
Der Aufruf zu dem Beicht- und Gebetsabend stammt aus dem Fastenwort des Papstes: Die kirchlichen Gemeinden und Gemeinschaften sollten "Inseln der Barmherzigkeit im Meer der Gleichgültigkeit" werden, so sein Anliegen. Die "Kraft des Gebetes von so vielen" dürfe nicht unterschätzt werden, erklärte Franziskus. Als "Ausdruck dieser Notwendigkeit des Betens" solle deshalb das 24-Stunden-Gebet am 13. und 14. März "in der ganzen Kirche, auch auf Diözesanebene" begangen werden, bat Franziskus.
Im Vorjahr hatten Fotos des Papstes, als er im Rahmen der damals erstmals durchgeführten "24 ore"-Aktion im Petersdom selbst vor einem Priester kniend seine Sünden bekannte und anschließend für einige Gläubige die Beichte hörte, wie ein Lauffeuer die Runde in Sozialen Medien gemacht.
Viele Diözesen und Pfarren Österreichs greifen die Einladung auf - mit "Abenden der Barmherzigkeit", teils auch tatsächlich mit 24-Stunden-Aktionen. Die Kirchentüren sollten dabei "weit geöffnet" und Menschen zu Anbetung, Beichte oder Aussprache eingeladen werden, "vielleicht ist auch ein Gebetsteam bereit, um für aktuelle Gebetsanliegen zu beten", wie Beate Mayerhofer-Schöpf vom Pastoralamt der Erzdiözese Wien erklärte. Der Pastoralamtsleiterin Veronika Prüller-Jagenteufel zufolge verweise die Aktion auch darauf, dass in der Fastenzeit das Sakrament der Buße und Versöhnung ohnehin verstärkt angeboten wird. Auch die Bischöfe beteiligen sich an der Gebetsinitiative.