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23.04.2015

Der wahre „Geburtstag“

Glaube konkret - von  DDr. Ingrid Fischer

Der Geburtstag als Jahresgedächtnis der leiblichen Ent-Bindung ins irdische Leben steht nicht im Zentrum der kirchlichen Feierpraxis, einige Traditionen bieten aber immerhin ein eigenes Mess-Formular für diesen Anlass; doch nur die Geburt Jesu sowie die seines Vorläufers Johannes und seiner Mutter Maria haben Feste ausgebildet.  


Als wahrhafter Geburtstag galt den ChristInnen vielmehr der Todestag, an dem sie aus dieser Welt ins himmlische, ewige Leben eintreten.

 

Deshalb begeht die Kirche meist die Sterbetage von Heiligen, allen voran der Märtyrer, als deren Gedenktage.


Den Anfang dieser Vollendung aber realisiert schon die Taufe, in der die Gläubigen – hier und jetzt (und wenn möglich in der Osternacht) – mit Christus sterben, und mit ihm aus dem „Wassergrab“ zum neuen Leben der Kinder Gottes auferstehen (vgl. Röm 6).

 

Das römische Taufwasserweihegebet spricht zudem vom Taufbrunnen als „Mutterschoß“, der neue Kinder gebiert: Für die „im Bad der Wiedergeburt“ Getauften (Tit 3,5) wird also dieser Tag /diese Nacht zum Geburtstag ins unverlierbare Leben der Erlösten.