Am Tag der Arbeitslosen, dem 30. April 2015, machen kirchliche Organisationen österreichweit auf die Situation Betroffener aufmerksam. Arbeitslosigkeit bedeute nicht nur ein reduziertes Einkommen, sondern habe oft Überschuldung und gesellschaftliche Ausgrenzung zur Folge, wies etwa die Katholische Aktion (KA) der Erzdiözese Wien am Montag, 27. April 2015 in einer Aussendung hin.
Info-Aktionen, Diskussionsrunden und künstlerische Darbietungen sollen am 30. April in Österreichs Hauptstädten helfen, der Stigmatisierung, mit der das Thema belegt ist, entgegenzuwirken. Denn "objektiv betrachtet ist Arbeitslosigkeit ein Mangel an bezahlten Arbeitsplätzen und nicht die persönliche Schuld der Betroffenen", so die KA weiter.
Ende März 2015 waren in Österreich laut einer Erhebung der Wirtschaftskammer Österreich 360.000 Menschen ohne Arbeit und damit 41.000 oder 13 Prozent mehr als dem Vorjahr. Etwa 80.000 davon sind junge Menschen unter 25 Jahren.
Beispiele für das reichhaltige Programmangebot von kirchlichen Einrichtungen in ganz Österreich: In der Erzdiözese Wien rückt eine Verteilaktion am Bahnhof Wiener Neustadt und am Bahnhof Baden die Situation Arbeitsloser ins Zentrum. "ArbeitsLOSE", die über das Thema informieren, werden an Passanten verteilt. Am 13. Juni soll ein Nachmittag unter dem Motto "Arbeit und Wirtschaft - Fair teilen" im Bildungszentrum St.Bernhard in Wiener Neustadt dazu anregen, sich mit der Lage Betroffener auseinanderzusetzen.