Die vielgestaltigen Herausforderungen, die sich der Menschheit durch den Klimawandel stellen, beleuchtet diese Woche ein Symposion in Wien aus theologischer Sicht: Unter dem Motto "Klimaschutz ist Lebensschutz" hinterfragt die ARGE Schöpfungsverantwortung am Freitag, 8. Mai 2015 im Kardinal-König-Haus, was christliche Verantwortung angesichts des Klimawandels und seines vom Menschen verursachten Anteils bedeutet. Auch die Kirchen müssen sich in einer klimagerechten Lebensweise um mehr Vorbildwirkung bemühen und ihren ökologischen Blick schärfen, heißt es in der Ankündigung.
Gemeinsam mit internationalen Experten sollen bei der Tagung wissenschaftliche Fakten, sozialpsychologische Aspekte und Modelle zukunftsfähiger Entwicklung sowie auch die Rolle der Kirche bei dem Thema erarbeitet und diskutiert werden. Schließlich sei die Bewahrung der Schöpfung wichtiger Teil des christlichen Selbstverständnisses. Aufgabe der Glaubensgemeinschaften sei es, auf ihre Weise zu einem Wandel im Denken beizutragen, ohne den eine Wirtschaftsweise mit weniger Treibhausgas-Ausstößen und der damit verbundene konsumorientierte Lebensstil nicht überwunden werden könne.
Zu den Referenten des Symposiums zählen u.a. der Innsbrucker Klimaexperte Georg Kaser, der Klima- und Energiesprecher von Greenpeace, Walter Saurer, der Theologe Kurt Remele vom Grazer Institut für Ethik und Gesellschaftslehre sowie Vertreter von NGOs, der Ökumene und verschiedener Jugendorganisationen. Wie die ARGE Schöpfungsverantwortung erklärte, sollten bei der Veranstaltung "Lösungsmodellen für das Leben im und mit dem Klimawandel" gesucht und diskutiert werden.