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29.05.2015

400 Jugendliche beim "Tag des Lehrlings" im Stift Klosterneuburg

Lehrlinge schicken Grüße an Papst Franziskus.

Lehrlingen zu zeigen, dass sie der Kirche ein großes Anliegen sind, ist das Ziel des alljährlichen "Tages des Lehrlings", den die Schulämter der Diözesen Wien und St. Pölten am Donnerstag, 28. Mai 2015 im Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg veranstalteten.

 

Höhepunkte waren der Wortgottesdienst mit Abtprimas Bernhard Backovsky und den mehr als 400 Jugendlichen aus 22 Berufsschulen in Niederösterreich und Wien sowie eine Grußbotschaft der Lehrlinge an Papst Franziskus.

 

Umfangreiches Rahmenprogramm

Abt Backovsky legte den Jugendlichen die Bibel als guten Ratgeber für ein gelingendes Leben ans Herz. Der darin zentrale Begriff Liebe sei das, was das Leben bedeutsam mache. Auf die Lehrlinge wartete in Klosterneuburg neben dem Wortgottesdienst ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Stiftsführungen, gemeinsamem Singen und viel Outdoor-Action. Viel Zuspruch fanden auch Gesprächsrunden, in denen u.a. mit Priestern über Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Toleranz und Integration gesprochen wurde. Alle Berufsschüler bekamen ein Erinnerungszeichen, das von Lehrlingen hergestellt wurde.

 

Der St. Pöltner Schulamtsleiter Bischofsvikar Karl Schrittwieser wies auf die religiöse Offenheit der meisten Lehrlinge hin: Der Anteil jener, die am Religionsunterricht teilnehmen, liege in den Berufsschulen auf dem Gebiet der Diözese St. Pölten zwischen 84 und 88 Prozent, in manchen Schulen gar bei 100 Prozent. Auch Jugendliche, die nicht der römisch-katholischen Kirche angehören, würden den Unterricht besuchen. Mit dem "Tag der Lehrlinge" versuche die Kirche, "auf die Menschen, deren Zukunft uns am Herzen liegt, zuzugehen", so Schrittwieser.

 

Christian Romanek, Wiener Religionspädagoge und Gesamtkoordinator der Veranstaltung unter dem Motto "Ausstieg - Einstieg. Berufen zum Leben", berichtete dazu, dass viele Religionslehrer auch eine Coaching-Ausbildung hätten und wichtige seelsorgliche Funktionen für die Jugendlichen übernehmen würden; gegebenenfalls fungierten sie als "eine Art Krisenfeuerwehr und Ansprechpartner bei existenziellen Fragen, Ängsten, Nöten und Hoffnungen". Romanek: "Wir gehen dabei von Papst Franziskus aus, der Barmherzigkeit in den Vordergrund stellt: nicht moralisieren, sondern sich auf die Jugendlichen einlassen, sie achten, respektieren."