Papst Franziskus reist nach eigenen Worten als "brüderlicher Friedensbote" nach Sarajevo. Er wolle mit seinem eintägigen Besuch am kommenden Samstag, 6. Juni, "allen, ja allen Bewohnern" seine Hochachtung und Freundschaft bekunden, sagte er in einer Video-Botschaft an Bosnien-Herzegowina, deren Text am Dienstag, 2. Juni 2015 im Vatikan verbreitet wurde.
Er wolle mit seiner Reise die Katholiken im Glauben stärken, den ökumenischen und interreligiösen Dialog fördern und "ganz besonders zu einem friedlichen Zusammenleben ermutigen", heißt es in der Botschaft. "Ich möchte jeder Person, jeder Familie, jeder Gemeinschaft die Barmherzigkeit, die Zuneigung und die Liebe Gottes verkünden", betonte Franziskus. Er versicherte das Land seines Gebets.
Die Katholiken rief der Papst auf, an der Seite ihrer Landsleute "für eine Gesellschaft zu arbeiten, die sich zum Frieden hinbewegt, in Herzlichkeit und gegenseitiger Zusammenarbeit". Franziskus erbat den Segen Gottes und den Schutz der Gottesmutter Maria für das Land. Er verabschiedete sich in der Video-Botschaft mit den Worten "Danke, und auf bald".
Papst Franziskus wird bei seiner achten Auslandsreise mit dem dreiköpfigen Staatspräsidium zusammentreffen und eine große Messe im Kosevo-Stadion von Sarajevo feiern. Außerdem sind Begegnungen mit den Bischöfen, mit Priester und Ordensleute sowie mit Jugendlichen vorgesehen. Mit besonderer Aufmerksamkeit wird ein ökumenisches und interreligiöses Treffen erwartet. Dabei kommt Franziskus mit Vertretern der orthodoxen Serben, der bosniakischen Muslime sowie der jüdischen Gemeinde von Bosnien-Herzegowina zusammen.