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07.06.2015

Österreichische Route fürs "Klimapilgern" fix

Ökumenische Fußwallfahrt vom 17. Oktober bis 8. November führt von Wien nach Salzburg.

Zu einem gemeinsamen Fußmarsch, der den Klimawandel, weltweite Missstände und Nachhaltigkeit im Lebensstil und in der Politik ins Licht rücken will, werden sich im Herbst mehrere Kirchen in Österreich aufmachen: Der "Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit in Österreich" findet von 17. Oktober bis 8. November 2015 statt und führt von Wien nach Salzburg. Die Aktion ist Teil des europaweiten "Klimapilgerns", mit dem die Kirchen ihrem Anliegen von mehr Gerechtigkeit im UN-Klimavertrag, über den Ende November und Anfang Dezember in Paris verhandelt wird, Ausdruck verleihen wollen.

 

22-tägige Strecke

Eine Kerngruppe, bestehend aus Vertretern der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz, der Katholischen Frauenbewegung und der Orden, wird die gesamte 22-tägige Strecke durchgehen, welche ungefähr die Route des österreichischen Jakobsweges verfolgt, erklärte Ferdinand Kaineder, Pilgerexperte und Leiter des Medienbüros der Orden, gegenüber "Kathpress". Sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen können teilnehmen und sich - auch tageweise - dem Marsch anschließen. Aufgesucht werden sowohl "Kraftorte" als auch "Schmerzpunkte", die jeweils Positiv-Beispiele als auch "Klimasünden" thematisieren sollen.

Stifte, Klimagemeinden sowie "Pilgrim"-Schulen am Weg sind bereits als Fixpunkte für einzelne Stationen vorgesehen, der genauen Streckenverlauf und eine begleitende Homepage sollen in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

Das Weltklima ist ein Indikator, ob der Lebensstil passt, betonte Kaineder. "Da gerät etwas aus den Fugen. Wir bedrohen uns selber." Das Gehen könne in Umbruchzeiten dabei helfen, "einen klaren Gedanken zu fassen, Sicht- und Verhaltensweisen zu ändern und neue Wahrnehmungen zu schöpfen". Schließlich sei es um der Zukunft willen wichtig, die eigenen Beeinflussungen auf die Welt zu reflektieren, "auch mit der Frage: Wem schade ich mit meinem konkreten Leben?", so der Pilgerprofi.

Bereits bei ihrer Frühjahrskonferenz hatte die österreichische Bischofskonferenz zur Teilnahme an dem Pilgerweg eingeladen. Konkrete Zeichen sollten dabei gesetzt werden für eine "Wende hin zu einem einfachen und verantwortungsvollen Lebensstil in Respekt vor Gottes guter Schöpfung", hieß es. Ziel sei die Verbindung von spiritueller Besinnung und politischem Engagement, sowie das Aufzeigen von Handlungsoptionen für Klimagerechtigkeit.