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21.06.2015

Bezirksquoten für Flüchtlinge - Landau unterstützt Regierungspläne

Caritas-Präsident im "Kurier"-Interview: Faire Verteilung der Flüchtlinge über die Bezirke könnte "ein großer Schritt in die richtige Richtung" sein.

Caritas-Präsident Michael Landau begrüßt die Pläne der Regierung, für die Flüchtlingsversorgung und Flüchtlingsunterbringung Bezirksquoten einzuführen. Er halte die Idee des Bundeskanzlers und Vizekanzlers, Bezirksquoten einzuführen, für einen guten und konstruktiven Vorschlag", so Landau im "Kurier"-Interview, Ausgabe Sonntag, 21. Juni 2015.

 

Die faire Verteilung der Flüchtlinge über die Bezirke könnte "ein großer Schritt in die richtige Richtung" sein. "Ich hoffe auf einen Rationalitätsschub in der Debatte", so Landau vor dem Gipfel der Bundesregierung mit den Hilfsorganisationen am Montag.

Sonderbudget für Länder und Gemeinden die Flüchtlinge aufnehmen

Ergänzend zu den Vorschlägen von Faymann und Mitterlehner verlangte Landau aber ein Sonderbudget für Länder und Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen. Weiters wolle er auch Sprachkurse und Integrationsangebote für Asylwerber von Anfang an.

In einem Punkt gab es Kritik an den Vorhaben der Regierung: Landau will nicht, dass Flüchtlinge, die unversorgt sind, rasch aus der Grundversorgung entlassen werden. "Mit Menschen, die auf der Straße stehen, ist niemandem gedient", so der Caritas-Präsident. Wenn es allerdings Wohnraum und Arbeit gibt, sei es sinnvoll.

Landau appellierte erneut an alle Politiker, "die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen, mit redlichen Informationen zu arbeiten und nicht Ängste zu schüren." Sein Fazit: "In der Asylpolitik braucht es beides: Sowohl einen strategischen Plan auf Bundesebene als auch eine Kommunikation auf Ebene der Gemeinden und der Bundesländer. Nur so kann die praktische Umsetzung gelingen."