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25.06.2015
Escriva starb vor 40 Jahren in Rom

Opus Dei-Feier für Gründer Escriva in Wien

Mit großen Gottesdiensten in zahlreichen Ländern begeht das Opus Dei am Freitag Fest seines Gründers, des Heiligen Josemaria Escriva, der vor 40 Jahren in Rom gestorben ist.

Mit Gottesdiensten in zahlreichen Ländern begeht das Opus Dei am Freitag das Fest seines Gründers, des Heiligen Josemaria Escriva, der vor 40 Jahren - am 26. Juni 1975 - in Rom gestorben ist. Papst Johannes Paul II. sprach den Spanier 2002 heilig. Weltkirchlicher Gedenktag des Hl. Josemaria ist seither der 26. Juni.

 

In Wien feiert Generalvikar Nikolaus Krasa am Freitag um 18.30 Uhr einen Festgottesdienst in der Peterskirche.

 

„Ohne Freiheit kann man Gott nicht lieben“

Josemaria Escriva wurde am 9. Jänner 1902 in der aragonensischen Stadt Barbastro geboren. Er studierte Jus und Theologie, empfing 1925 in Zaragoza die Priesterweihe und kam 1927 nach Madrid. Sein besonderes seelsorgliches Engagement galt hier von Anfang an den sozial benachteiligten Menschen in den Elendsvierteln der Millionenstadt. Außerdem lehrte er an einer privaten Akademie römisches und kanonisches Recht. Escriva kümmerte sich zunächst um Kranke in den Spitälern sowie um verwahrloste Kinder in den Madrider Elendsvierteln. 1928 gründete er zur apostolischen Arbeit mitten in der Welt eine vor allem aus Laien bestehenden Gemeinschaft. Später gab er ihr den Namen "Werk Gottes" (Opus Dei).

 

Escrivas katechetische Grundprinzipien - darunter auch der Satz "Ohne Freiheit kann man Gott nicht lieben" - wurden dank seines bekanntesten Buches "Der Weg" (erstmals erschienen 1934, Gesamtauflage mehr als drei Millionen Stück) weltweit verbreitet.

 

Im spanischen Bürgekrieg musste sich Escriva verschiedenerorts Verstecke suchen, schlug sich schließlich jedoch nach Burgos, der Hauptstadt der von Francisco Franco geschaffenen Nationalen Zone, durch. Nach Ende des Bürgerkriegs (1939) ging der Opus-Dei-Gründer wieder nach Madrid.

 

1946 beschloss Escriva jedoch aus verschiedenen Gründen, Spanien zu verlassen und den Sitz des Opus Dei nach Rom zu verlegen Im Februar 1947 erhielt das Opus Dei eine grundsätzliche päpstliche Belobigung, im Sommer 1950 die volle und endgültige Anerkennung.

 

Im April 1947 hatte Escriva die Ernennung zum Päpstlichen Hausprälaten erhalten. Mitte der 1950er Jahre fragte Papst Pius XII. Escriva, ob das Opus Dei in den Missionsgebieten tätig werden könnte. Erstes Missionsgebiet wurde in der Folge die peruanische Prälatur Yauyos.

 

Escriva betete im Stephansdom

Drei Mal reiste Escriva nach Österreich, um die Arbeit des Opus Dei hier vorzubereiten. Im Dezember 1955 betete er im Wiener Stephansdom vor dem Gnadenbild von Maria Pötsch und verfasste ein weltweit verbreitetes Mariengebet, woran heute eine Gedenktafel neben dem Maria Pötscher Altar erinnert.

 

Escriva starb am 26. Juni 1975 in Rom. Seine Seligsprechung durch Johannes Paul II. erfolgte am 17. Mai 1992 in Rom, die Heiligsprechung am 6. Oktober 2002. Schon 1982 war das Opus Dei von Johannes Paul II. in den Rang einer Personalprälatur erhoben worden. In Österreich gibt es 350 Mitglieder. Weltweit gehören der Personalprälatur knapp 80.000 Menschen aus 90 Ländern an.