Papst Franziskus ruft zum Gebet für Griechenland auf. Der Papst wolle dem griechischen Volk seine Nähe bekunden, heißt es in einer am Mittwoch, 1. Juli 2015 veröffentlichten Erklärung von Vatikansprecher Federico Lombardi. Die Nachrichten über die wirtschaftliche und soziale Lage des Landes seien besorgniserregend. Franziskus denke vor allem an die vielen Familien, die von "einer sehr komplexen und leidvollen menschlichen und sozialen Krise" schwer geprüft seien.
Zugleich ermahne der Papst dazu, dass die Menschenwürde in allen politischen und technischen Debatten im Zentrum bleiben müsse, so Lombardi. Dies gelte ebenso für die "Annahme verantwortlicher Entscheidungen". Franziskus rufe alle Gläubigen auf, sich dem Gebet für das Wohl des "geliebten Volkes" anzuschließen.
Solidarität mit Griechenland in seiner aktuellen größten Existenznot seit dem Zweiten Weltkrieg hat die "Parlamentarische Versammlung der Orthodoxie" auf ihrer 22. Session vom 25. bis 29. Juni in Wien zum Ausdruck gebracht. Volksvertreter aus Ost- und Südosteuropa, dem Nahen Osten und Afrika machten klar, dass die Griechen in ihrem wirtschaftlichen Überlebenskampf nicht allein stehen.
Es sei sicherzustellen, dass Athen seine Rolle als Rückgrat einer griechisch-orthodoxen Diaspora in aller Welt mit ihren historisch bedeutsamen Gemeinden weiter ausüben könne, erklärten die Orthodoxie-Vertreter. Schon seit Beginn der dem griechischen Staat auferlegten Sparzwänge habe in den letzten fünf Jahren die Unterstützung orthodoxer Kirchgemeinden, Schulen, kultureller und sozialer Aktivitäten einen verheerenden Einbruch erlitten.