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07.07.2015
Gottesdienst in Guayaquil

Papst fordert in Ecuador Hilfe für Familien

Franziskus in Guayaquil: Familie ist "ein großer sozialer Reichtum, den andere Einrichtungen nicht ersetzen können".

In Ecuador hat Papst Franziskus mehr staatliche Hilfen und gesellschaftliche Anerkennung für Familien gefordert. Die Familie sei ein "großer sozialer Reichtum, den andere Einrichtungen nicht ersetzen können", sagte er am Montag, 6. Juli 2015, am zweiten Tag seiner Südamerika-Reise vor mehreren hunderttausend Menschen in Guayaquil.

 

Dieser Reichtum müsse "unterstützt und verstärkt werden". Hilfen für Familien seien nicht eine "Art Almosen", so der Papst bei einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Die Gesellschaft trage damit eine "echte soziale Schuld" gegenüber Familien ab.

Ecuador hat nach Nicaragua die zweithöchste Rate von Teenager-Elternschaften in Lateinamerika. Viele Frauen bekommen ihr erstes Kind bereits als Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren.

 

Zu Beginn des Gottesdienstes hatten Hunderttausende den Papst auf dem Gottesdienstgelände mit Fähnchen und Gesängen begrüßt. Franziskus fuhr rund 15 Minuten im offenen Papamobil durch die Menschenmenge im Park von "Los Samanes".

 

Ermutigung für Familien

In seiner Predigt ermutigte der Papst Familien, nicht zu resignieren. Die Familie sei "das nächstgelegene Krankenhaus, die erste Schule für Kinder, die unverzichtbare Bezugsgruppe für die jungen Menschen" und "das beste Heim für die alten Menschen".

 

Weiterer Programmpunkt des Tages war der Besuch einer Jesuitenschule, wo der 78-Jährige auch einen Freund und Ordensbruder wiedertrifft. Am Nachmittag flog Franziskus zurück nach Quito. Dort traf er am Abend erneut zu einem Höflichkeitsbesuch mit Staatspräsident Correa zusammen. Im Anschluss besuchte der Papst die Kathedrale von Quito.

 

Für Dienstag steht in der Hauptstadt eine weitere große Messfeier im Bicentenario-Park der Hauptstadt auf dem Programm. Zudem trifft Franziskus Vertreter aus Schulen und dem Bildungssektor sowie der Zivilgesellschaft.

 

Ecuador ist die erste Station der einwöchigen Südamerika-Reise. Am Mittwoch reist Franziskus weiter nach Bolivien. Letzte Station ist Paraguay.