Im nächsten Sommer findet in Krakau der Weltjugendtag statt. Zuvor werden von 18. bis 20. Juli 2016 Tausende Jugendliche Wien und seine Umgebung auf ihrem Weg zur südpolnischen Stadt besuchen. Für diese Tage werden Quartiere in Pfarren, Schulen, Klöstern und bei Gastfamilien gesucht. „Die Jugendlichen benötigen nicht viel Platz, sie haben ihren Schlafsack und ihre Unterlagsmatte mit. Sie schlafen auch am Boden“, sagt Koordinatorin Barbara Andrä: „Wir schauen, dass die Jugend zumindest auch ein Frühstück bekommen, um in den Tag starten zu können. Sie brauchen kein Programm, sie schauen sich einfach die Stadt an.“
Die Vorbereitungsarbeiten seien erst in einem Anfangsstadium. Geplant ist ein Begegnungsabend, je nachdem wo die Jugendlichen untergebracht sind, damit sie die Gemeinden kennenlernen, wo sie gerade sind. Am 19. Juli soll es einen großen Abschlussgottesdienst geben, der Ort steht noch nicht fest. Barbara Andrä: „Wir rechnen mit Zehntausend Menschen und mit allen, die dann nicht im Urlaub sind und eingeladen sind – eine Menge, die wir erst irgendwo unterbringen müssen.“ Fixiert ist bereits das Motto für diese drei Tage in Wien. Eine Online-Umfrage brachte als Ergebnis „on the road to mercy“. „Das passt gut zum Jahr der Barmherzigkeit“, so Andrä. „Eine Pfarre hat schon angeboten, junge Leute aufzunehmen. Es gibt aber noch keine konkrete Anmeldungsmöglichkeit. Das kommt alles erst im Herbst.“
Erste Anfragen von interessierten Gruppen aus Frankreich, USA, Kanada, Ghana oder Brasilien sind bereits eingetroffen. „Wir werden Volontäre brauchen, die die Gäste willkommen heißen und Frühstück ausgeben. Wenn die Jugendlichen eine Woche mit Vor- und Nachbereitung mithelfen, dann gibt es für sie eine Vergünstigung für die Fahrt zum Weltjugendtag“, erklärt Barbara Andrä.