Dienstag 5. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

Sr Susanna von der Menschwerdung
cc flickr esparanta palma / Der Sonntag
23.07.2015

Friseurin, Stewardess oder „hl. Schwester“

Bereits in der Volksschule hegt Susanne auch den Gedanken Ordensfrau zu werden.

Susanne ist die mittlere von drei Geschwistern. Ihre „zweite Heimat“ ist die Pfarre Neusimmering. Die Pastoralassistentin ist zugleich die Religionslehrerin in der Volksschule, sie motiviert Susanne zum Nachdenken. „Ich habe überlegt, was ich werden möchte: Friseurin, Stewardess oder ‚heilige Schwester’, es prägten mich die Geschichten über Heilige.“

 

Der Vater ist Techniker bei den Austrian Airlines, damit bekommt die Familie günstige Flüge. Reisen prägen Susanne. Einem Austauschjahr im schweizerischen Lausanne folgt später ein freiwilliges soziales Jahr in Japan, in einem Kindergarten mit Kindern mit Entwicklungsschwierigkeiten. „Es war mir klar, ich möchte mit behinderten Menschen arbeiten“.

 

Susanne studiert Behindertenpädagogik und arbeitet in einer Caritaseinrichtung für behinderte Erwachsene in Lanzendorf. Im Urlaub möchte sie nach Japan, erhält aber kein günstiges Ticket, so geht die Reise nach Taizé. „Dort habe ich bemerkt habe, dass Gott mich unendlich liebt.“ Die Kindheitserinnerung an die „heilige Schwester“ kommt auf.

 

Sie interessiert sich für Gemeinschaften und stößt auf die Franziskanischen Schwestern in Simmering. Sr. Gudrun Schellner von der Gemeinschaft wird Pastoralassistentin in Susannes Heimatpfarre. Gespräche über Berufung und eine Fahrt ins Haus der Stille folgen. „Ich habe  darüber nachgedacht, Gott hat mir diese Gemeinschaft gezeigt, dann ist es die“. Im Orden heißt sie Susanna: „Das kommt vom Noviziat in Assisi, die Jugendlichen dort haben das ‚e‘ von Susanne nicht verstanden, es steht italienisch für mehrere. Ich will nicht mehrere, sondern eine sein, darum das ‚a‘.“