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Ausbildung für Religionslehrer an der Hochschule
© Rupprecht@kathbild.atMit Herbst 2007 gibt es in der Ausbildung der Religionslehrer einige Neuerungen: Die "Religionspädagogische Akademie" wird Teil der neuen "Kirchlichen Pädagogischen Hochschule", in der die angehenden Lehrer/innen in Zukunft ein sechs-semestriges Studium absolvieren.

Bisher konnte die Ausbildung an der Religionspädagogischen Akademie (RPA) in Strebersdorf in drei unterschiedlichen Studienformen absolviert werden: In einem Tagesstudium, Abendstudium oder im Fernstudium. Auch die Dauer war von der Studienform abhängig: Dauerte beispielsweise die Tagesform drei Jahre, musste für das Fernstudium mit fünf Jahren gerechnet werden. Die Studierenden an der RPA sind großteils Frauen. Auch das Alter liegt deutlich über dem Durchschnitt im Vergleich mit anderen Ausbildungsinstituten. "Dies liegt wohl daran, dass viele der Studentinnen und Studenten ihr Interesse an der Religion erst später entdeckt haben", meint Dr. Franz Ochenbauer, der Direktor der Religionspädagogischen Akademie. "Dieses Interesse entsteht oft durch die praktische kirchliche Kinder- und Jugendarbeit in Pfarren, etwa bei der  Erstkommunionbegleitung oder Mitarbeit als Tischmutter."

Wie die neue Studienform ist

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Ochenbauer: "Interesse am Beruf entsteht oft durch die praktische Kinder- und Jugendarbeit in Pfarren."

Mit dem Start der neuen "Kirchlichen pädagogischen Hochschule" wird es ab Herbst zwei Studienformen, nämlich das Vollzeit- und das Teilzeitstudium, geben. Beide Wege der Ausbildung werden grundsätzlich sechs Semester dauern. Individuelle Studienverläufe sind aber natürlich möglich, so wird zum Beispiel auf vorhandene Vorbildung Rücksicht genommen.

Neu ist auch, dass die kirchliche Hochschule Ausbildungsort sowohl für katholische als auch evangelische, orthodoxe und altkatholische Religionslehrer sein wird. "Dies ist keine Sammelsuriumsausbildung, denn man ist trotz der gemeinsamen Räumlichkeiten und Organisation im Studium konfessionell gebunden. Die ökumenische Dimension spiegelt sich aber in den Studienplänen wider. Ein spannender Versuch, der derzeit europaweit einmalig ist", so Direktor Ochenbauer.

Aber nicht nur die äußere Form der Ausbildung für die Religionslehrerinnen und Religionslehrer an Pflichtschulen ändert sich durch die Umstellung zur Hochschule. Auch eine Modularisierung der Studien ist wesentlicher Bestandteil. Die Betonung der forschungsgeleiteten Aspekte soll stärker in den Mittelpunkt treten.

Wie das mit der Umstellung ist

© Rupprecht@kathbild.at
Die Ausbildung bereitet die Religionslehrer auf die Anforderungen ihrer täglichen Arbeit vor

Alle Studentinnen und Studenten, die jetzt im Sommersemester 2007 im zweiten Semester ihrer Ausbildung sind, müssen in die neue Studienform wechseln. Wer bereits länger studiert, hat die Wahl: Diese Studentinnen und Studenten können ihr Studium entweder in der bisherigen Form abschließen oder in das Bakkalaureatsstudium wechseln.

Wie das mit der Zukunft ist

Durch die Umstellung auf Hochschule wird ein neuer universitärer Geist Einzug halten: Höherer wissenschaftlicher Anspruch an die Studierenden, Forderung nach mehr Eigenständigkeit. "Wissenschaftlich wird die Ausbildung nicht mehr von der staatlichen unterscheidbar sein, aber der besondere Geist zeigt sich darin, Qualität in das pädagogische Leben zu bringen. Qualität, die dem Leben gut tut", erklärt RPA-Direktor Ochenbauer.

Die bestehende gute Atmosphäre und der menschenfreundliche Umgang zwischen Studierenden und Lehrenden soll unter der Neuorganisation nicht leiden. "Wie sollte ich wesentliche Botschaften unseres Berufes wie Nähe oder Gerechtigkeit weitergeben können, wenn ich das nicht ein Stück weit selber leben und erleben kann", ist Ochenbauer überzeugt.

Weitere Artikel zum Thema:

Ausbildung als persönlicher Erfahrungsraum
Religionslehrerinnen und -lehrer gesucht

(red)

06.06.2007


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