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Prälat Josef Toth hat vor 21 Jahren begonnen, Priester seelsorglich zu
begleiten und ist über Jahre hinweg Priestern regelmäßig geistlich
beigestanden, ebenso Ordensleuten, Ordensschwestern, Novizen und
Seminaristen. "Ziel war, dass ich für die Priester in ihren Sorgen und in
ihrer geistlichen Not da bin und sie begleite, damit sie eine Vertiefung
ihres Glaubens erfahren", erzählt Josef Toth im Gespräch mit "thema
kirche".
Arbeit und geistliches Leben
"Die Priester- seelsorge ist eine sehr wichtige Aufgabe und gehört zum Kerngeschäft", betont Josef Toth.
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Was beinhaltet die "Seelsorge für die Seelsorger"? "Priesterseelsorge
bedeutet, dass in Beichtgesprächen über den geistlichen Weg des Priesters
gesprochen wird, auch über die pastorale Tätigkeit und die Sorgen dabei. Es
ist auch eine Supervision über die Arbeit, die Beziehungen im Pfarrteam, z.
B. zwischen Pfarrer und Kaplan oder mit dem Pfarrgemeinderat. Ziel ist, zu
helfen, dass der Priester den richtigen Weg findet im Umgang mit Kollegen
und Mitarbeitern", erklärt Josef Toth.
"Die Priesterseelsorge ist eine sehr wichtige Aufgabe und gehört zum
Kerngeschäft.", betont er. Auch die geistliche Begleitung der Laien wäre
sehr wichtig, "dass sie im geistlichen Leben Vertiefung erfahren, Freude
daran haben und dass sie lernen zu beten. Viele wissen gar nicht, dass sie
geistliche Begleitung in Anspruch nehmen könnten", so der Seelsorger.
Weitermachen nach dem "Jahr des Priesters" Josef Toth: "Anstreben, dass die Priester ein geistliches Leben führen, je tiefer desto besser."
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Im "Jahr des Priesters" war Priesterseelsorger Josef Toth durch eine
schwere Erkrankung für Monate außer Gefecht gesetzt. "Die Hälfte des Jahres
habe ich im Spital gebracht, ringend mit dem Tod. Das hat mich geprägt.
Viele haben für mich gebetet, und auch ich habe für viele gebetet und
gelitten", erzählt er. Jetzt geht es ihm wieder besser, und er kann wieder
Autofahren, um in seine Pfarre Höbersdorf zu gelangen. Vor allem
Amtskollegen haben den erfahrenen geistlichen Begleiter vermisst.
Toth: "Wichtig ist, dass wir - Priester und Laien - das weitermachen, was
wir für dieses ‘Jahr des Priesters’ gemacht haben: das Bestreben, dass die
Priester ein geistliches Leben führen, je tiefer desto besser. Das soll eine
Aufgabe für uns bleiben."
Priester in Anspruch nehmen
Josef Toth ermutigt, Priester in Bezug auf das geistliche Leben
herauszufordern, zu ihnen zu gehen mit Fragen und Problemen: "Die Laien
sollen die Priester viel stärker in Anspruch nehmen. Auch wenn ein Priester
sagt, er habe keine Zeit, soll man sich für die Anfrage nicht entschuldigen.
Ein Priester sollte nicht warten, dass er angesprochen wird, sondern selber
das Angebot der geistlichen Begleitung machen."
(ag)
09.06.2010
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