Impulse Thema Panorama Menschen Newsletter Kontakt

 RSS, ATOM
 Druckansicht
Tatausgleich beim Pfarrcafé
© Kathbild.at/RupprechtIn der Wiener Pfarre Cyrill und Method leisten Jugendliche im Rahmen des außergerichtlichen Tatausgleiches (ATA) Sozialstunden. Ein mögliches Modell auch für andere Pfarren.

Die Pfarre Cyrill und Method in Wien 21 ist eine "richtige" Jugendpfarre. Über 100 Burschen und Mädchen werden hier jedes Jahr gefirmt. Es gibt einen Jugendkeller, eine Band, einen Jugendgebetskreis, Pfadfinder u. v. m.
Vielleicht war es diese Offenheit für die Jugend, die dazu führte, dass in Cyrill und Method seit einigen Jahren Jugendliche, die eine Straftat begangen haben, im Rahmen des außergerichtlichen Tatausgleiches (ATA) Sozialstunden leisten können. Die Jugendlichen vermeiden es so, einen Eintrag ins Strafregister zu bekommen.

Alleingelassene Jugendliche

© Kornherr
Alexander Kornherr ist den Jugendlichen ein väterlicher Ansprechpartner.

Pfarrcaritas-Mitarbeiter Alexander Kornherr kümmert sich gerne um die Diversanten wie sie in der Fachsprache genannt werden. Ihnen soll wegen ihres Fehlverhaltens die Zukunft nicht verbaut werden. "Viele sind einfach alleingelassen, stammen aus zerbrochenen Familien", weiß Kornherr im Gespräch mit "thema kirche". Ein Hauptgrund für die Straftraten, die fast ausschließlich in Gruppen begangen werden, sei Langeweile. Die Jugendlichen wüssten nichts mit sich anzufangen und verübten dann "sinnlose Aktionen" wie einen Einbruch in eine Schule, Schlägereien oder sprayten Graffitis.

Mitarbeit beim Pfarrcafé

© Kornherr
Das Pfarrcafé bietet für die Jugendlichen viele Möglichkeiten der Mitarbeit.

Alexander Kornherr ist den Jugendlichen ein väterlicher Ansprechpartner. Er setzt sie z. B. beim wöchentlichen Pfarrcafé ein: Tische aufstellen, Kaffee kochen, Kuchen bereitstellen und andere Aufgaben werden von den Jugendlichen übernommen. "Ich lade sie immer ein, bei uns die Messe zu besuchen und einige kommen auch", freut sich Kornherr. Als Ausgleich für die Tat leisten die Jugendlichen pro halbem Jahr zwischen 30 und 200 Sozialstunden.

Kontakt zur Kirche

© Pfarre
Jugendkeller und -band: Die Pfarre Cyrill und Method gibt Jugendlichen reichlich Raum.

Die Pfarrmitglieder waren am Anfang skeptisch, mittlerweile wird das Projekt sehr gut angenommen. Manche Jugendliche finden über die Sozialstunden Kontakt zur Kirche. Ein Bursche möchte, obwohl er seine Stunden bereits absolviert hat, weiterhin in die Pfarre kommen - und ist willkommen.

(ag)

02.07.2010


 Druckansicht

Zurück
 
Aktuelle Informationen
Hildegard Burjan ist selig

Mit der Verlesung des päpstlichen Seligsprechungsdekretes durch Kardinal Amato ist die Gründerin der Caritas Socialis "zur Ehre der Altäre" erhoben. Der Gedenktag ist der 12. Juni. Mehr...

Symposion "Kostbares Alter"

"Was ist uns das Alter wert?" – diese Frage steht im Zentrum des Symposions der Altenpastoral 2012 von 29. Februar bis 2. März 2012 in St. Pölten.

  Mehr ...
Studientag "Chancen zur Versöhnung?"

"Die Kirche und die wiederverheirateten Geschiedenen" sind das Thema eines Studientages mit Eberhard Schockenhoff am 1. Februar 2012 im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg.

  Mehr ...
Winterferien mit dem Familienverband

"Gastfreundschaft, die von Herzen kommt!" lautet das Motto bei der 31. Winterwoche des Katholischen Familienverbandes Österreichs in Wildschönau in Tirol.

  Mehr ...
Erzdiözese Wien auf Facebook

"Zeigen wir als Kirche der online-Welt ein frohes Gesicht."

  Mehr ...
Impulse für den Weg der Trauer

Das Buch "… Leben … Tod … Leben …" von Theresia Kronberger bietet Vorschläge zur Gestaltung von Abendandachten, Begräbnissen
und Gedenkfeiern.

  Mehr ...
"thema kirche" lesen - aber wie?

Das Online-Portal der Mitarbeiter/innenzeitung der Erzdiözese hat bereits mehr als 8.100 Empfänger. Ohne eigenen PC kann man es nicht bekommen, oder etwa doch?

  Mehr ...
 
  Meinung














 
Impulse - Thema - Panorama - Menschen - Newsletter - Service - Über thema kirche